„Ein Begriff, der gefragt ist“

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Zur ersten Mitgliederversammlung trafen sich Wirtschaftsjunioren Altmark am Donnerstagabend beim Mitglied Lars Hilmer (5. v. l.) im Braunschweiger Hof in Klötze. Einer der Gäste war André Rummel, Geschäftsführer der IHK-Geschäftsstelle Salzwedel (2. v. r.).

Klötze – Von Peter Lieske Die Altmark müsse als Lebens- und Wirtschaftsraum gesehen werden. Vom Begriff „ländlicher Raum“ sollten die Altmärker wegkommen, denn dieser treffe nicht das Potenzial, das die Region vorhält. Dieser Ansicht ist Frank Platte, Vorstandssprecher der Wirtschaftsjunioren Altmark (WJA).

Der siebte WJA-Kreis des Landes Sachsen-Anhalt wurde im Mai von sechs Mitgliedern gegründet. Inzwischen zählen die WJA 14 Mitglieder. Sie kommen aus allen Wirtschaftszweigen, von der Landwirtschaft bis zur Industrie. Besonders der Klötzer Raum ist stark vertreten.

Als Beispiel nannte Frank Platte das Unternehmen Wiko, dessen Führung von den Söhnen der alten Geschäftsleitung übernommen wurde. „Die Wiko exportiert in die ganze Welt“, so Frank Platte. Sehr stark sind die Gastronomie und große Tourismusanbieter vertreten. Als Beispiel nannte der Vorstandssprecher Lars Hilmer. Der Klötzer Gastronom war am Donnerstagabend Gastgeber der Versammlung im Braunschweiger Hof. Auch die Landwirtschaft ist ein Wirtschaftszweig. Auch junge Landwirte sind in der WJA willkommen. „Das Thema Energie ist besonders wichtig“, machte der Vorstandssprecher deutlich. Dabei hob er die Bioenergie hervor und verwies auf das Musterprojekt Tangeln, einen der deutschlandweiten Leuchttürme, die die Altmark zu bieten hat. Ob Luxusgüter, Kunstgüter oder Solartechnik – der Umgang, den die jungen Unternehmer in der Altmark leisten, sei schon enorm.

Die WJA gehört dem 10 000 Mitglieder zählenden Bundesverband an, der jährlich 130 Milliarden Euro Wirtschaftsleistung vorzuweisen habe, so Frank Platte. Eine Bedingung für die Mitgliedschaft bei den WJA gibt es allerdings. Wie der Name ausdrückt, müssen die Unternehmer und Führungskräfte jung sein. Bis zum 41. Lebensjahr reicht das Alter der Mitglieder. Fördernde Mitglieder dürfen maximal 45 Jahre alt sein.

Die WJA werde mittlerweile in Institutionen wahrgenommen. „Die WJA ist ein Begriff, der gefragt ist“, hatte der Vorstand festgestellt. Als Beispiel nannte Frank Platte die Mitgliedschaft im Wirtschaftsbeirat der Fachhochschule Magdeburg-Stendal. Aber auch gute Kontakte zum großen Energieversorger in der Region, zur Sparkasse Altmark West, zum BIC Altmark und zu den Landräten in Salzwedel und Stendal listete er auf.

Aktuelle Projekte der WJA sind das Regionalmarketing, die Arbeitsgruppe Energie und Aufbau sowie das Projekt Erster Tag Chef.

Die Ziele der WJA sind klar: „Wir wollen die Altmark landesweit besser bekannt machen. Sie soll besser wahrgenommen werden“, sagte Frank Platte. Einen Schwerpunkt der Arbeit bildet der Meinungsaustausch. Wichtig sei es, gemeinsam voneinander zu lernen. Als Beispiel nannte er die Weiterbildung in Seminaren und bei Vorträgen. Unter Gleichgesinnten könnten die WJA-Mitglieder lernen, sich als Führungskraft zu finden, erläuterte Frank Platte weiter.

Besonders wichtig ist dem Vorstandssprecher die Zusammenarbeit mit der Industrie- und Handelskammer (IHK). Schließlich verfolgen beide die gleichen Interessen. Und so ist es klar, dass die WJA ihren Sitz in der IHK-Geschäftsstelle in Salzwedel hat.

Und noch einmal versprühte Frank Platte Optimismus. Der Wirtschaftsraum Altmark sei proportional zum Land perfekt aufgestellt, und zwar genauso wie Magdeburg, wenn auch in der dünn besiedelten Region in kleinerem Rahmen. Daraus kam er zur Einschätzung: „Die Altmark stellt ihr Licht unter den Scheffel.“

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