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Protest in Kunrau gegen Mobilfunkturm

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Von: Monika Schmidt

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Ein Müllhaufen an einem Lagerplatz nahe Kunrau
Auf dem Lagerplatz der Stadt auf dem Hahnenberg in Kunrau soll ein Mobilfunkturm errichtet werden. © Monika Schmidt

Ortsbürgermeister und Ortschaftsrat von Kunrau waren im Vorfeld nicht informiert. Erst als Vermessungsarbeiten auf dem Hahnenberg ausgeführt wurden, erfuhren sie von Einwohnern, dass in der Kolonie ein Mobilfunkturm errichtet werden soll.

Kunrau – Ein 50 Meter hoher Funkturm aus Beton soll auf dem Hahnenberg in Kunrau entstehen. Dazu gab es vor wenigen Tagen Vermessungsarbeiten, die die Anwohner neugierig machten und Fragen stellen ließen – unter anderem an den Ortschaftsrat und seinen Ortsbürgermeister. Auch Frank Bartels hatte von dem Vorhaben vorher keine Kenntnis, gab er zu. Nach der Anfrage jedoch erkundigte er sich im Klötzer Rathaus, was es mit der Vermessung des städtischen Grundstücks auf sich hat. „Mindestens der Ortsbürgermeister hätte doch in Kenntnis gesetzt werden müssen? Und eigentlich hätte sich auch der Ortschaftsrat dazu eine Meinung bilden müssen“, fand Hahnenberg-Anwohner Detmar Leitzke. Ortsbürgermeister Frank Bartels telefonierte sofort mit dem stellvertretenden Klötzer Bürgermeister Matthias Reps. Der hatte keine Informationen und verwies ihn an Bauamtsmitarbeiter Rolf Schmeling, berichtete Bartels weiter. Von diesem erfuhr er, dass die Stadt einen Vertrag mit einem Mobilfunkunternehmen geschlossen hat, das einen Funkturm in Kunrau errichten will. Der Vertrag datiert vom Mai diesen Jahres. Daraufhin erkundigte sich Frank Bartels bei seinem Vorgänger Uwe Bock, der mitteilte, von einem geplanten Funkturmbau keine Kenntnis zu haben. Dem gegenüber steht die Aussage des Stadtmitarbeiters, dass „alle davon etwas wissen“, wunderte sich Frank Bartels. Er erfuhr, dass auch in Röwitz und Schwarzendamm Funktürme gebaut werden sollen und sich aus den Ortschaftsräten kein Protest geregt hatte. In Kunrau ist das anders. „Das ist nicht schön, dass wir darüber nicht unterrichtet wurden“, stellte Frank Bartels fest. Er wunderte sich, warum der Funkturm mitten im Biosphärenreservat Drömling gebaut werden darf und wollte sich mal bei der BR-Verwaltung erkundigen, ob dort etwas über das Vorhaben bekannt ist. Die Kunrauer Ortschaftsräte waren dem Einwohner jedenfalls sehr dankbar für die Information.

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