EFA veranstaltete einen Workshop für Eltern, Erzieher und Großeltern 

Erste Hilfe im Kindesalter 

Lars Fricke zeigte Anna Pasche, wie eine Atemkontrolle richtig auszuführen ist.
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Lars Fricke zeigte Anna Pasche, wie eine Atemkontrolle richtig auszuführen ist.
  • VonWolfram Weber
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Die EFA hat am Montag einen Workshop zum Thema „Erste Hilfe im Kindesalter“ veranstaltet. Die Teilnehmer lernten dort, wie sie im Notfall handeln müssen. Am Ende konnte das Gelernte noch praktisch angewendet werden.

Klötze - „Erste Hilfe im Kindesalter“ war der Titel des Workshops in der EFA (Evangelische Familienbildungsstätte) am Montagabend. Er richtete sich besonders an Eltern, Großeltern, Tanten und Onkel oder Erzieher, kurz gesagt an Menschen, die viel mit Kindern zu tun haben.

Lars Fricke – er ist bei der Berufsfeuerwehr in Wolfsburg als Notfallsanitäter tätig – leitete das Seminar. Antje Kampe, die Leiterin der EFA begrüßte die Teilnehmer und erläuterte die aktuellen Corona-Vorsichtsmaßnahmen. So waren die Sitzplätze entsprechend weit voneinander getrennt, Plexiglasscheiben teilten die Tische, wer nicht genesen oder vollen Impfschutz hat, musste einen Negativtest vorlegen oder sich vor Ort testen lassen.

Im ersten, theoretischen Teil des Seminars sprach Lars Fricke über verschiedene Krankheiten, Symptome und Krankheitsbilder, die Ursachen, die Auswirkungen und was man dagegen tun kann. Er hatte auch einen Aufkleber mit, der an die Kinderzimmertür geklebt werden soll. Im Brandfall würden dann diese Zimmer besonders gründlich nach Kindern durchsucht.

Die Teilnehmer erfuhren, in welche Gruppen Kinder eingeteilt werden. Diese sind Neugeborene, Säugling, Kleinkind, Schulkind. Dieses ist besonders für die Beurteilung der Notfälle sehr wichtig.

Im Gegensatz zu Erwachsenen schlägt das Herz von Neugeborenen 120 bis 140 mal in der Minute, 40 bis 60 mal atmet ein Neugeborenes. Mit zunehmendem Alter nimmt beides ab.

Es ging zum Beispiel auch um Fieberkrämpfe, die hauptsächlich bei kleinen Kindern auftreten. Die Krämpfe werden durch Fieber ausgelöst und sollten maximal fünf Minuten andauern, sonst muss der Notarzt gerufen werden. Das Kind sollte man auskrampfen lassen und durch das Ausziehen der Kleidung und Öffnen der Fenster für Abkühlung sorgen.

Für alle Notfälle gilt, Ruhe bewahren. Weitere Themen waren Pseudokrupp und andere Krankheiten, Verletzungen durch Stürze, Vergiftungen oder das Verschlucken von Gegenständen. Anschaulich erklärte Lars Fricke alles, teilweise hatte er auch Videos dabei, die bestimmte Krankheiten zeigten. Fragen zum Thema waren willkommen. So wollten Eltern wissen, was unbedingt in die Hausapotheke gehört.

Im praktischen Teil konnten die Teilnehmer an Puppen die Reanimation oder die Atemkontrolle erlernen. Wegen der hohen Nachfrage soll es einen weiteren Kurs zum Thema geben.

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