1. az-online.de
  2. Altmark
  3. Klötze

Edelstahl-Einsatz fürs Klötzer Waldbad

Erstellt:

Von: Monika Schmidt

Kommentare

Schwimmbadbaustelle
Als die alte Folie aus dem Klötzer Schwimmbecken abgebrochen wurde, wurde der schlechte Zustand der Beckenumrandung sichtbar. © Monika Schmidt

Baustelle statt Badevergnügen: Das Klötzer Waldbad wird 2023 umgebaut. Der Hauptausschuss plädiert für die Variante mit einem Edelstahlbeckeneinsatz.

Klötze – Das neue Schwimmerbecken im Klötzer Waldbad soll aus Edelstahl gestaltet werden. Das empfiehlt zumindest der Hauptausschuss.

Schon bei der Klausurtagung der Stadträte zum Haushalt hatte sich eine Mehrheit für die Edelstahlkonstruktion gefunden, so dass die Mehrkosten entsprechend in den Etat für 2023, der am Mittwoch ebenfalls beraten wurde, eingeplant wurden. Nachdem die alte Folie im vergangenen Jahr aus dem Becken entfernt wurde, hatten sich die Seitenbereiche als viel maroder herausgestellt als befürchtet. „Die Beckenwände und der Beckenkopf sind nicht zur Weiterverwendung geeignet. Eine Umplanung wurde erforderlich“, begründete Bürgermeister Uwe Bartels im Hauptausschuss. Die Planer entwickelten zwei Varianten. Bei der ersten Variante sollten neue Stahlbetonwände in das vorhandene Becken eingebaut und vollständig mit Folie ausgekleidet werden. Die Sanierungskosten für diese Variante beliefen sich laut Schätzung auf etwa 1,393 Millionen Euro. Die vom Hauptausschuss ausgewählte Variante ist deutlich teurer: 2,195 Millionen Euro ergibt die Kostenschätzung. Dafür soll eine selbsttragende Edelstahlkonstruktion in den vorhandenen Beckenkörper eingesetzt werden.

Dennoch hatte die Verwaltung den Stadträten aus wirtschaftlichen Gründen empfohlen, diese Variante zu wählen: „Die Lebensdauer dieses Beckens beträgt mindestens 50 Jahre. Dieser lange Zeitraum wirkt sich auch positiv auf die Abschreibung aus“, informierte Uwe Bartels die Stadträte. Die Folienverkleidung der ersten Variante müsste nach 25 Jahren ausgetauscht werden. Einen Haken haben die Sanierungspläne für die Nutzer des Klötzer Waldbades: „2023 wird es definitiv keine Badesaison geben“, teilte Kämmerin Dorothee Scherf im AZ-Gespräch mit. Denn zunächst müsse der Haushalt beschlossen werden, das soll am 1. Februar geschehen. „Bis wir als Stadt mit dem neuen Haushalt handlungsfähig sind, ist es April“, erklärte sie, da der Etat vom Altmarkkreis geprüft wird. Zwar steht der Planer schon in den Startlöchern, wie Bürgermeister Uwe Bartels versicherte, um gleich nach dem Beschluss über die Variante im Stadtrat mit den Vorbereitungen zu beginnen, aber auch Ausschreibungen und Vergaben kosten Zeit. Der Sommer 2023 wird deshalb ohne Nutzung des Schwimmbades vergehen.

Auch interessant

Kommentare