Die Fenster sind schon raus

EBT-Block an der Hagenstraße wird abgerissen

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Der Abriss hat begonnen: Beim vierstöckigen früheren EBT-Gebäude an der Hagenstraße werden seit dieser Woche die Fenster ausgebaut. Die Stadt hatte das Grundstück verkauft.

Klötze – Ein Wahrzeichen von Klötze steht vor dem Ende: Die Arbeiten zum Abriss des früheren EBT-Blocks an der Hagenstraße haben begonnen.

Im vergangenen Jahr hatte die Stadt Klötze das Grundstück samt Gebäude an einen Investor verkauft – und damit einen Schlussstrich unter die jahrelangen Bemühungen um das Gebäude gezogen.

Noch ist unklar, wie die frei werdende Fläche später genutzt werden soll. Derzeit wird der Rückbau des Gebäudes vorbereitet. Dazu laufen bereits die Arbeiten zum Entkernen. So werden seit dieser Woche die Fenster aus dem vierstöckigen Gebäude ausgebaut.

Mehrfach hatte der Klötzer Ortschaftsrat das Thema EBT und den zunehmenden Verfall des leer stehenden Gebäudes besprochen. Dass für die Fläche eine Lösung gefunden werden müsse, stand ganz oben auf der Prioritätenliste der Ortschaftsräte. Durch den Verkauf des Grundstücks an einen Investor durch die Stadt kam Mitte vergangenen Jahres Bewegung in die Geschichte.

1981 wurde das Produktionsgebäude des früheren Kombinats Elektronische Bauelemente Teltow, Betriebsteil Klötze, an der Hagenstraße in Betrieb genommen. 500 Mitarbeiter arbeiteten im Drei-Schicht-System, um Wickelkondensatoren herzustellen. Doch die Wende brachte schnell das Aus für den Betrieb, der 1990 in Liquidation ging.

In den Folgejahren gab es mehrere Versuche, das Gebäude wieder mit Leben zu füllen oder eine andere Lösung für den großen Block zu finden. Doch die Träume platzten meist schnell. Auch den Klötzer Stadtvätern war der leer stehende Block über Jahre ein Dorn im Auge.

2002 scheiterte das Vorhaben, das Grundstück für den symbolischen Euro zu erwerben und das Gebäude dann auf Stadtkosten abreißen zu lassen. Stattdessen wurde 2006 bei einer Versteigerung ein neuer Besitzer ermittelt, aber auch dessen Vorhaben scheiterten.

VON MONIKA SCHMIDT

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