Mann: Termin zum Tourismuskonzept war durchaus positiv

Drömlingstourismus: Zweckverband soll nach Kunrau ziehen

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Am Sitz der Naturparkverwaltung in Oebisfelde soll eine Koordinierungsstelle für den Drömlingstourismus eingerichtet werden. Matthias Mann favorisiert diese Idee.

Klötze. Ganz anders als seine Amtskollegin aus Oebisfelde bewertete der Klötzer Bürgermeister Matthias Mann den Termin mit den beiden Landräten zum Thema Tourismuskonzept.

In Haldensleben hatten sich die Bürgermeister der beteiligten Kommunen sowie die Landräte Hans Walker und Michael Ziche zusammengesetzt, um über die Unterstützung der Landkreise für die Vorhaben der Drömlingsanrainer zu beraten (wir berichteten). „Ich bewerte den Termin durchaus positiv“, erläuterte Matthias Mann im AZ-Gespräch. Silke Wolf hatte im Bauausschuss ihres Stadtrates informiert, dass es keine zentrale Vermarktung geben werde, weil die Landkreise kein Geld zur Verfügung stellen wollen. Sicherlich hätten die Landräte gesagt, dass sie für freiwillige Aufgaben keine unmittelbaren finanziellen Möglichkeiten haben, Personalkosten zu übernehmen, gestand der Klötzer Bürgermeister ein. „Aber sie unterstützen das Vorhaben insgesamt“, bewertete er das Gespräch positiv. Unterstützung sollen die Landkreise auch bei Gesprächen mit dem Land bieten. „Wenn das Land das Biosphärenreservat möchte, dann muss es dafür auch Personalkosten und Know-how zur Verfügung stellen“, so die Sicht des Klötzer Bürgermeisters. Schließlich sei es keine Idee der Kommunen gewesen, den Naturpark umzuwandeln. „Wir haben die Landräte nun sensibilisiert und sollten auf jeden Fall dranbleiben“, wünschte sich der Klötzer. „Das Tourismus- und Vermarktungskonzept steht, aber nun muss es auch nutzbringend umgesetzt werden“, schätzt Matthias Mann ein. 1,5 bis zwei Stellen sollten für den Tourismus im Drömling geschaffen werden. Diese müssen nicht in Kämkerhorst angesiedelt sein, da das Info-Gelände dort doch relativ schwer zu erreichen ist. Matthias Mann könnte sich vorstellen, dafür Räumlichkeiten in der Naturparkverwaltung in Oebisfelde zu nutzen. „Dort gibt es den Bahnanschluss, sodass das gut erreicht werden könnte. “ Er hofft auf einen Umzug des Zweckverbands Drömling nach Kunrau. Dort betreibt er bereits die Ökoschule, weitere Räume im Schloss sollen genutzt werden. Dann stünden an der Oebisfelder Bahnhofstraße Räume zur Verfügung, die für die Koordinierung des Tourismus in der Region genutzt werden können.

Allerdings sieht der Klötzer Bürgermeister durchaus auch Schwierigkeiten bei der Umsetzung des Konzepts. Denn bislang stehen für den gesamten Tourismus in der Altmark beim Tourismusverband nur 1,5 Stellen zur Verfügung. Und von dort soll der ganze Tourismus koordiniert werden. Wenn es dann nur für den Drömling ebenfalls so viele Stellen gibt, könnte das in anderen Regionen Begehrlichkeiten wecken.

„Der Termin in Haldensleben war keine Negativveranstaltung“, betont Matthias Mann. Die Landräte seien nun sensibilisiert und auch über die Querverbindung nach Calvörde erfreut.

Von Monika Schmidt

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