Angehörige aus den USA und Spanien haben Besuch in Klötze angekündigt / Programm steht grob

Drei Festtage für Adolph Frank

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Zum 100. Todestag von Adolph Frank soll es neben der Festveranstaltung auch eine Würdigung des Kali-Forschers auf dem nach ihm benannten Platz in Klötze geben.

Klötze. Nahezu täglich gibt es im Klötzer Rathaus Neuigkeiten zu den bevorstehenden Feierlichkeiten zum 100. Todestag von Adolph Frank. Ende Mai soll der wohl berühmteste Klötzer entsprechend geehrt und gewürdigt werden.

In der vergangenen Woche waren Stadtratsvorsitzender Klaus Ewertowski und Pfarrer i. R. Klaus Pacholik noch einmal in Berlin unterwegs. Unter anderem wollten sie das Thema Straßenumbenennung noch einmal ansprechen. Auch wenn der Heubnerweg, die frühere Adolph-Frank-Straße, nicht wieder ihren alten Straßennamen bekommt, so soll es doch am Straßenschild zumindest einen Hinweis auf den früheren Straßennamen geben, so der Wunsch der Stadt Klötze. Das entsprechende Schild würden die Klötzer nach Berlin bringen, nur fehlt derzeit noch die Zustimmung der dortigen Behörden für den Zusatz, informierte Bürgermeister Matthias Mann. „Bis 1938 Frank-Straße“ soll als Zusatz unter dem Heubnerweg angebracht werden, so der Vorschlag aus der Purnitzstadt.

Die Einladungen an die Familie von Adolph Frank sind ebenfalls schon verschickt, die ersten Zusagen liegen vor. Inzwischen haben sich schon sieben Personen angemeldet, die aus New York und Barcelona zu der dreitägigen Gedenkfeier kommen wollen. Das gesamte Wochenende von 28. bis 30. Mai soll im Zeichen des berühmten Klötzers stehen. Am 28. Mai ist ein Besuch in Staßfurt geplant, wo Frank viele Jahre wirkte. Der Sonntag, 29. Mai, ist dann den Feierlichkeiten in Klötze vorbehalten, am Montag, 30. Mai, geht es gemeinsam zur Kranzniederlegung am Grab in Charlottenburg nach Berlin. Von dort werden die Angehörigen dann wieder die Heimreise antreten.

Am Heubnerweg soll ein Zusatzschild auf die frühere „Frank-Straße“ angebracht werden.

Auch die Feierlichkeiten in Klötze werden immer konkreter. Sicher ist, dass an diesem Tag die Biografie über Adolph Frank vorgestellt werden soll, die im Rahmen einer Bachelorarbeit von einer Studentin erstellt wird. Die Festveranstaltung im Altmarksaal beginnt um 14 Uhr. Noch ist unklar, ob es vorher noch eine Ehrung auf dem Adolph-Frank-Platz in Klötze geben wird. Der Bürgermeister könnte sich gut vorstellen, dort eine Tafel oder ähnliches von den Familienmitgliedern enthüllen zu lassen. Nach einem kurzen Spaziergang durch Klötze geht es dann in den Saal. Dort soll eine Ausstellung gezeigt werden, in der das Leben und Wirken Adolph Franks nicht nur in Klötze thematisiert wird. Die Stadt hofft dabei auch auf die Unterstützung der Sekundarschule, die ihre Mitarbeit an der Festveranstaltung zugesichert hat. Für die musikalische Umrahmung sollen neben Matthias Böhlert und Jens Drebenstedt auch die Sängerinnen und Sänger des Gemischten Chores Ristedt sorgen. Vorgesehen ist eine Ansprache der Angehörigen sowie des Magdeburger Rabbiners Benjamin Soussan, der schon zur Enthüllung der Gedenktafel auf dem jüdischen Friedhof im vergangenen Jahr in Klötze weilte. Auch ein Vertreter der Landesregierung ist zum Festakt eingeladen. Wer kommt, entscheidet sich jedoch erst nach der Landtagswahl. Gemeinsam mit den Sekundarschülern wird die Biografin einige Aufsteller im Altmarksaal gestalten. Sie sollen später in der Bibliothek, dem Geburtshaus von Adolph Frank, präsentiert werden.

Die Details zum Programm sollen beim nächsten Treffen der Vorbereitungsgruppe in der kommenden Woche besprochen werden. Dann steht vielleicht auch schon fest, wie viele Angehörige der Familie der Einladung nach Klötze folgen werden. Auf jeden Fall wird Urenkel Richard Feiner aus den USA dabei sein.

Von Monika Schmidt

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