Kreis hat noch keine Kriegsflüchtlinge in Klötze untergebracht

Drei Familien in Neuendorf

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Landrat Michael Ziche, Bürgermeister Matthias Mann und die im Kreis Verantwortlichen für die Integration von Flüchtlingen kündigten Ende September an, dass Familien nach Klötze ziehen. Noch sind sie nicht eingetroffen.

Klötze. Zunächst hieß es Anfang Oktober, dann Anfang November: Das war der vom Altmarkkreis angekündigte Einzugstermin für die ersten Flüchtlingsfamilien in Klötze. Doch noch sind keine Kriegsflüchtlinge in der Purnitzstadt angekommen.

„In Neuendorf sind drei Wohnungen mit Familien belegt“, informierte Kreissprecherin Birgit Eurich auf Nachfrage der Altmark-Zeitung zum Stand der Dinge. „Weitere sechs Wohnungen hat der Landkreis in Klötze angemietet, die noch nicht belegt sind“, so Birgit Eurich weiter. Es könne auch noch nicht gesagt werden, wann die Wohnungen mit Kriegsflüchtlingen belegt werden.

Während die Stadt Klötze bislang beim Thema Flüchtlinge auf Transparenz setzte, hält sich der Altmarkkreis bedeckt. Denn, so die weiteren Informationen von Birgit Eurich: „Zu gegebener Zeit informieren wir natürlich den Bürgermeister sowie eine Integrationshelferin, die für den Altmarkkreis gelistet ist.“

In Ermangelung von Flüchtlingen fällt auch das für Freitag im evangelischen Landjugendzentrum in Kusey geplante Willkommensessen mit den Flüchtlingsfamilien aus, informierte gestern Gemeindepädagoge Martin Zander aus Kusey. „Wir warten auf ein Signal des Landkreises bzw. der Integrationsbeauftragten, um die Flüchtlinge einzuladen“, so Zander weiter. Die Spendenaktion, zu der das elz in den vergangenen Tagen aufgerufen hatte, ist sehr gut angenommen worden, bilanziert er. „Überwältigend viele Sachspenden“ seien abgegeben worden. „Ich bin sehr dankbar, dass so viele Menschen aus Klötze und Umgebung so bereitwillig gespendet haben“, sagt der Kuseyer Gemeindepädagoge. Vom Wintermantel bis zum Kindersitz, von Kuscheltieren bis zu Töpfen sei alles dabei gewesen, bedankt er sich bei allen Spendern. Die Jugendlichen des Landjugendzentrums haben nun noch einiges zu tun, um die Spenden zu sortieren. Derzeit stehen die Räume voll, deshalb können keine weiteren Spenden angenommen werden. Martin Zander verweist stattdessen auf das DRK in Salzwedel als Annahmestelle für Spenden an die Flüchtlinge. Auch Birgit Eurich bittet, von einem weiteren Spendenaufruf Abstand zu nehmen. Neben dem DRK nehmen auch die Tafeln Spenden an, erinnert sie.

Benötigt werden jedoch noch Helfer, die sich langfristig ehrenamtlich einbringen wollen. „Diese benötigen wir immer“, teilt die Kreissprecherin mit und bittet diese, sich direkt bei der Integrationsbeauftragten des Kirchenkreises, Christina Dietmann, zu melden. Sie ist telefonisch unter Tel. (01 57) 73 23 59 51 oder per Mail an christinadietmann@yahoo.de zu erreichen.

Von Monika Schmidt

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