Spontane Feier nach Bekanntgabe des Ergebnisses

Dorfwettbewerb: Quarnebecker bejubeln Silber

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Allen Grund zum Jubeln hatten die Quarnebecker am Donnerstagabend. In interner Runde feierten sie den Gewinn der Silbermedaille beim Dorfwettbewerb. Eine große Party soll noch folgen.

Quarnebeck – Die Aufregung war groß, am Donnerstag in Quarnebeck. Wie gut, dass es mit dem Aufbau eines Storchennestes am Vormittag ein bisschen Ablenkung gab.

Am Nachmittag stand es dann endlich fest – das Ergebnis des Bundeswettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ (wir berichteten). Und die rührigen Einwohner hatten allen Grund zum Jubeln.

Die Quarnebecker konnten die Bewertungskommission überzeugen, auch wenn es nicht ganz für die Goldmedaille gereicht hat. Von den sechs der 1900 Teilnehmer-Dörfern, die mit der Goldmedaille ausgezeichnet werden, liegen eins in Brandenburg, eins in Thüringen, eins in Niedersachsen, eins in Bayern sowie je zwei in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen. Die beiden Vertreter aus Sachsen-Anhalt, Quarnebeck und Schlebroda im Burgenlandkreis, wurden mit der Silbermedaille ausgezeichnet. Damit verbunden ist ein Preisgeld von 10 000 Euro.

„Unser Dorf hat Zukunft“ – Die Quarnebecker gewannen bundesweit Anerkennung.

Das Engagement von Quarnebeck wird aber von der Jury zusätzlich noch besonders gewürdigt und für das Engagement gegen Extremismus durch die Veranstaltung „Roq keeps Ecquailty“ der Quarnebecker Jugend mit einem Sonderpreis von 3000 Euro ausgezeichnet. Zur Siegerehrung am 24. Januar bei der Grünen Woche in Berlin planen die Quarnebecker noch einmal einen großen Auftritt und eine Präsentation ihres Dorfes auf der Bühne. Bundesministerin Julia Klöckner würdigte das bürgerschaftliche Engagement der teilnehmenden Orte besonders. „Das ist der Kitt unseres gesellschaftlichen Zusammenhalts“, wird die Ministerin zitiert.

Ortsbürgermeister und Arbeitsgruppenleiter Marco Wille ist stolz auf sein Dorf und auf seine Mitstreiter. „Beim Rundgang mit der Bundeskommission waren wir bestimmt 100 Leute“, erinnert er sich. Die Quarnebe-cker stehen voll hinter dem Wettbewerb, haben durch viele Arbeitseinsätze und Aktivitäten dazu beigetragen, dass sich der Ort nach dem Sieg im Landeswettbewerb noch weiter herausgeputzt hat.

„Es war ein über drei Jahre laufendes Projekt“, blickte Marco Wille zurück. „Aber die drei Jahre intensive Vorbereitungen, Engagement und Arbeit haben sich gelohnt“, verkündete er stolz. Wille dankte allen, die mitgeholfen haben. Mit Sekt und Bier stießen die Einwohner des Ortes am Abend bei einer internen Feier auf den großen Erfolg an. „Es wird aber noch eine richtige Party geben, zu der wir dann auch alle die einladen, die uns auf dem Weg begleitet haben“, blickte der Ortsbürgermeister voraus.

Gestern meldeten sich dann auch die Offiziellen zu Wort. So stellte Landrat Michael Ziche fest: „Über diese Nachricht kann man sich als Landrat nur freuen.“ Das Ergebnis sei nicht nur ein Erfolg für die Quarnebecker, sondern für die gesamte Altmark, schätzte Michael Ziche ein. Er erinnert an die Ortsbegehung mit der Bewertungskommission, bei der sich die Jury nicht nur von der „ideenreichen und sehr gelungenen“ Präsentation des Dorfes beeindruckt zeigte. Auch der anhaltende Einsatz der Quarnebecker für ihre Gemeinschaft sei sehr gelobt worden. „Die Quarnebecker haben bewiesen, dass es mit dem Engagement vieler aktiver Bürger möglich ist, zu zeigen: „Unser Dorf hat Zukunft“, so die abschließende Einschätzung des Salzwedeler Landrates.

Eine positive Rückmeldung erhielten die Altmärker auch von Landes-Landwirtschaftsministerin Claudia Dalbert. Sie gratulierte mit großer Anerkennung. „Quarnebeck ist bekanntlich ein Vorzeigeprojekt in Sachsen-Anhalt und nun auch bundesweit“, schätzte die Ministerin ein. Sie würdigte vor allem den Sonderpreis für das Engagement gegen Extremismus. „Junge Leute machen sich stark und setzen ein klares Zeichen gegen jede Form von Extremismus. Sie fühlen sich wohl in ihrer Heimat und haben den Sonderpreis absolut verdient erhalten. Diese Anerkennung durch die Jury des Bundesministeriums freut mich sehr“, so Claudia Dalbert weiter.

VON MONIKA SCHMIDT UND WOLFRAM WEBER

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