Diskussionen vorprogrammiert

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Die Immekather Karnevalsveranstaltungen sind stets gut besucht. Wenn sich die Gebühren für die Anmietung der Räume ändern, sorgt sich der Verein, ob er diese bezahlen kann. Das wurde im Ortschaftsrat thematisiert. Die Gebühren für die Dorfgemeinschaftshäuser in den Ortsteilen der Stadt werden erst im nächsten Jahr vereinheitlicht.

KLÖTZE. Nach und nach kommen in diesem Jahr die Satzungen auf den Prüfstand. Sie sollen angepasst werden, um für die Einwohner der Einheitsgemeinde eine Einheitlichkeit zu erreichen. Von Monika Schmidt

Das ist gar nicht so einfach, wie bereits die Diskussionen um die Kita-Beiträge und die Friedhofsgebühren gezeigt haben. Vor allem die stark angestiegenen Friedhofsgebühren haben in den Ortsteilen für Unmut und Diskussionen in den Ortschaftsräten gesorgt. In Immekath konnte sich Bürgermeister Matthias Mann von den Debatten selbst ein Bild machen, und brachte gleich eine weitere Baustelle zur Sprache. Denn der Hauptausschuss wird sich in der kommenden Woche erstmals mit den Dorfgemeinschaftshäusern beschäftigen. Allerdings zunächst nur mit der Benutzungsordnung. „Die Gebühren schaffen wir in diesem Jahr nicht mehr“, kündigte Matthias Mann in Immekath an. Dafür sind vor allem die Preise für die Nutzung, aber auch die damit verbundenen Auflagen zu unterschiedlich. „Es gibt zum Beispiel Orte, da gibt es keinen Euro Reinigungskosten“, berichtete Matthias Mann den Immekather Ortschaftsräten. In anderen Orten würden dagegen häufig Rechnungen für Reinigungsunternehmen fällig. Ziel müsse es aber sein, Kosten zu sparen. Und so sollen in Zukunft die Reinigungskosten gesenkt werden, indem beispielsweise die Vereine, die die Räume auch weiterhin für Übungsabende kostenlos nutzen dürfen, dafür im Gegenzug die Reinigung übernehmen.

Zudem müsse eine Vereinheitlichung der Gebühren erfolgen. Diese soll aber gründlich ausdiskutiert werden. 16 Dorfgemeinschaftshäuser und Säle muss die Einheitsgemeinde unterhalten. Dabei gibt es aber auch Orte, die kein Dorfgemeinschaftshaus haben. Dazu zählt neben Klötze auch Kusey, wo Matthias Mann vorher als ehrenamtlicher Bürgermeister tätig war. Für die Einwohner von Kusey sei es selbstverständlich, so erinnerte Matthias Mann in Immekath, dass sie bei der Nutzung des Saals die Tätigkeiten der Gastwirtschaft in Anspruch nehmen müssen. Gleiches gelte für Klötze. Nun müsse der Spagat gemacht werden, um eine Vergleichbarkeit zwischen den Orten zu erreichen.

Die Immekather, die ihr Kulturhaus gern zum Feiern nutzen, machten sich sofort Gedanken, ob es sich die Vereine in Zukunft weiter leisten können, Veranstaltungen im Saal zu organisieren, wenn die Preise ansteigen. Rolf Weber verwies schon einmal vorsorglich darauf, dass der Immekather Carnevalsclub bislang noch nie eine Förderung beantragt habe, im Gegensatz zum Klötzer Karnevalsverein beispielsweise. „Das muss bei den Gebühren honoriert werden“, wünschte sich Rolf Weber. Schließlich habe der Verein für das Programm und den Umzug bereits hohe Kosten. Wie und wann Vereine die Säle künftig kostenlos nutzen können, wird erst in der Gebührenordnung festgelegt, die im kommenden Jahr beraten werden soll. Am Mittwoch geht es nur um die Benutzung.

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