Keine Veränderungen beim Klötzer Martinimarkt denkbar

Markenzeichen der Stadt bleibt am Standort

Viele Menschen mit Luftballons warten auf die Eröffnung des Martinimarktes in Klötze.
+
Der Klötzer Martinimarkt findet traditonell mitten in der Innenstadt zwischen Wohn- und Geschäftshäusern statt.
  • Monika Schmidt
    VonMonika Schmidt
    schließen

Wenn Martinimarkt 2022, dann nur am Standort in der Innenstadt und nur Ende Oktober: Klötzes Bürgermeister Uwe Bartels lässt da nicht mit sich verhandeln.

Klötze – Damit der Klötzer Martinimarkt wenigstens für 2022 relativ sicher geplant werden kann, gibt es Überlegungen in der Verwaltung, den Standort und den Termin zu verändern. Denn Ende Oktober, am Traditionstermin, gibt es aus der Erfahrung der vergangenen beiden Jahre deutlich mehr Corona-Infektionen als im Sommer. Viele Menschen, die sich in der Innenstadt drängen, sind dann nicht optimal. Um den Rummel sicher ausrichten zu können, sollte auch über den Standort gesprochen werden, regte Hauptamtsleiter Matthias Reps an. Zwischen der Neustädter und der Kirchstraße mit ihren Nebenstraßen ist es schwer, eine räumliche Begrenzung einzuzäunen. Alternativ könnte stattdessen ein Standort auf der „grünen Wiese“ ins Spiel gebracht werden, der umzäunt und mit Einlasskontrolle besser überwacht werden kann, erläuterte Matthias Reps. So wäre es aus seiner Sicht zumindest möglich, auch bei einem Anhalten der Pandemie den Klötzer Rummel wieder anzubieten. Für 2020 und 2021 hatte die Stadt als Veranstalter den Rummel absagen müssen. Die Auflagen, um das Innenstadtfest auszurichten, sind noch zu hoch.

Keine Alternativen denkbar

Über Alternativen möchte Bürgermeister Uwe Bartels jedoch keinen Gedanken verschwenden. „Das ist Tradition“, betont er im AZ-Gespräch. Sowohl der Termin Ende Oktober als auch der Standort mitten in der Innenstadt – nicht umsonst wirbt Klötze mit dem größten Innenstadtfest der Altmark – haben über Jahrhunderte ihre Tradition. „Nein, der Standort bleibt“, macht Uwe Bartels ganz deutlich. Schließlich habe die Stadt in den vergangenen Jahren auch einiges in den Rummelstandort investiert. Es wurden die notwendigen Stromanschlüssse gelegt und die Gehwege so verstärkt, dass die Fahrgeschäfte keinen Schaden anrichten können. Für ihn steht deshalb ein anderer Platz nicht zur Debatte. Auch beim Thema Termin lässt der Bürgermeister nicht mit sich verhandeln. Auch wenn ein Termin, der früher im Jahr, im August oder September liegt, auf bessere Inzidenzzahlen treffen könnte. „Der Termin hat eine historische Bedeutung“, so Uwe Bartels. Außerdem ist er in den Terminkalendern der Schausteller fest eingeplant. Bei einer Verschiebung könnte es Kollisionen mit anderen Rummeln oder Märkten geben. „Der Martinimarkt ist das Markenzeichen und das Aushängeschild von Klötze“, erinnert Uwe Bartels. Deshalb gibt es aus seiner Sicht nichts an Termin und Standort zu rütteln.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare