Stadthaushalt ist noch nicht ausgeglichen

Neue Einnahmequellen für Klötze gesucht

Eine Freiflächen-Fotovoltaikanlage auf einer grünen Wiese.
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Neue Einnahmequellen sollen für die Stadt Klötze erschlossen werden, zum Beispiel durch Solaranlagen.
  • Monika Schmidt
    VonMonika Schmidt
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Auf unter eine Millionen Euro konnte die Kämmerei im Klötzer Rathaus das Defizit im Haushalt der Stadt für 2021 senken. Ausgeglichen ist das Zahlenwerk aber nicht.

Klötze – Dass vieles in diesem Jahr in Klötze aus unterschiedlichen Gründen nicht genutzt und nicht betrieben werden konnte, hat zumindest für den Haushaltsentwurf der Kämmerei etwas Gutes: Ein Großteil an Ausgaben konnte aus dem Etat gestrichen werden, berichtete Elke Fickel im Hauptausschuss. Dessen Mitglieder diskutierten kontrovers über den Etat, der den Abgeordneten nicht komplett vorlag, was für Kritik sorgte. Herausgenommen wurden unter anderem die Ausgaben für den Martinimarkt, der für dieses Jahr abgesagt ist, sowie das komplette Kunrauer Freibad, das in dieser Saison nicht geöffnet war, und die Bewirtschaftungskosten für die Hegefeldhalle, die wegen des Umbaus ebenfalls nicht genutzt werden kann. „Das hat einiges gespart“, informierte Elke Fickel, ohne auf Zahlen einzugehen. Einzahlungen aus dem Verkauf von Grundstücken konnten neu aufgenommen werden, außerdem wurden die Maßnahmen, die nicht mehr umgesetzt werden können, aus nächste Jahr verschoben. Als Beispiel nannte Elke Fickel das Klötzer Freibad. Für die Sanierung wurden nur die Planungskosten im Haushalt gelassen, die Fördermittel aber herausgenommen, da sie in diesem Jahr sicher nicht fließen werden.

Mehr Geld in die Kasse


Matthias Licht aus Dönitz möchte mehr Geld in die Kassen bekommen. „Wir müssen sehen, wo wir Geld erschließen können“, sagte er und verwies auf Windräder und Solaranlagen, die Einnahmen bringen könnten. Neben einem Digitalmanager sei aus seiner Sicht auch ein Wirtschaftsfachmann in der Verwaltung nötig. „Nächstes Jahr steigen die Kosten weiter, deshalb müssen wir sehen, wie wir uns zukünftig aufstellen und müssen Quellen erschließen, um Einnahmen zu generieren“, machte Matthias Licht Vorschläge. Bürgermeister Uwe Bartels betonte, dass die Verwaltung bei diesen Themen nicht untätig sei, ebenso die Ortsbürgermeister. „Wir sind da aktiv, es ist aber noch nichts spruchreif. Wir sitzen hier nicht und streicheln uns den Bauch“, sagte Uwe Bartels.

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