Nachholbedarf im Brandschutz

Stadt Klötze muss in die Feuerwehren investieren

In einem Feuerwehrgerätehaus erklärt ein Mann Feuerwehrleuten verschiedene Varianten von Schere und Spreizer.
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Die Stadt Klötze muss in den kommenden Jahren noch viel in Feuerwehrtechnik investieren.
  • Monika Schmidt
    VonMonika Schmidt
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Bei der Ausstattung der Feuerwehren gibt es in der Einheitsgemeinde Klötze großen Nachholbedarf. Deshalb stehen im Haushalt zahlreiche Investitionen aus diesem Bereich.

Klötze – Investitionen in den Brandschutz nehmen in der Einheitsgemeinde Klötze im Haushalt 2021 und in den Folgejahren einen großen Raum ein. Von den 46 Einzelmaßnahmen, die im aktuellen Haushaltsplan aufgeführt sind – einige davon sind nur noch als Durchlaufposten aus statistischen Gründen dabei, weil sie schon längst erledigt sind – beschäftigen sich allein zehn mit dem Thema Brandschutz. Und das, obwohl die neue Risikoanalyse noch gar nicht vorliegt. Einzelne Punkte, so hatte Bürgermeister Uwe Bartels im jüngsten Stadtrat informiert, müssten erst noch mit den betroffenen Ortswehrleitern abgestimmt werden, bevor das dicke Papier dem Stadtrat zur Beratung vorgelegt werden kann. In der Risikoanalyse wird der Ist-Stand der vorhandenen Ausstattung aufgeführt und festgeschrieben, welche Anschaffungen noch gemacht werden müssen. Deutlich wird also schon jetzt, dass es einen erheblichen Nachholbedarf bei der Ausrüstung und Ausstattung der Wehren in der Einheitsgemeinde gibt. Ein Manko, auf das beispielsweise Matthias Veit in seiner Funktion als früherer Stadtwehrleiter in den politischen Gremien immer wieder hingewiesen hat. Zumal es, wie das Beispiel des neuen Rüstwagens für die Ortswehr Klötze Zeit, durchaus zwei Jahre dauern kann, bis ein neues Feuerwehrfahrzeug nach der Bestellung auch ausgeliefert wird. Perspektivisch sollen weitere Fahrzeuge neu angeschafft werden: Für 2022 ist ein LF 20 für Hohenhenningen eingeplant, für das 435000 Euro zur Verfügung stehen. 2023 soll ein LF 20 für Klötze für 430 000 Euro gekauft werden. Für 2024 ist der Kauf eines LF 10 geplant, das in Wenze oder Jahrstedt stationiert werden soll. Außerdem stehen für 2022 und 2024 zwei Mannschaftstransportwagen im Plan, die je 60 000 Euro kosten sollen. Schwerpunkt des kommenden Haushaltsjahres wird aber sicherlich der Neubau des Immekather Feuerwehrgerätehauses, für das derzeit 1,8 Millionen Euro vorgesehen sind. Es sind jedoch noch weitere Anschaffungen geplant: Insgesamt 210 600 Euro will die Stadt bis 2024 für den Kauf von Pressluftatmern ausgegeben. Für eine Reinigungsstrecke von Atemschutzgeräten stehen in diesem Haushaltsjahr 75 000 Euro als Investition. Für 2022 bis 2024 sind Investitionen in eine verbesserte Löschwasserversorgung vorgesehen, dafür sollen insgesamt 302 000 Euro ausgegeben werden. Neben dem Kauf eines Stromerzeugers für das Klötzer Gerätehaus aus dem vergangenen Jahr ist für 2022 der Kauf eines feststehenden Stromerzeugers für 100 000 Euro in den Plan aufgenommen worden. Dazu kommen noch weitere 76 300 Euro im aktuellen Haushaltsplan, die nach der Anmeldung des Stadtwehrleiters von der Stadt in den Etat aufgenommen wurden. Dafür sollen verschiedene feuerwehrtechnische Anschaffungen getätigt werden wie Kärcher, Tragkraftspritze, Schalengreifer, Boot, Funkmeldeempfänger, Motorsägen, Spinde, Atemschutzmasken sowie Ersatz für Helme und Bekleidung.

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