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Klötze gönnt sich den „Luxus der Leere“

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Von: Monika Schmidt

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eine Landkarte auf der Homepage Luxus der Leere
Auf dem Immobilienportal Luxus der Leere sind für die Einheitsgemeinde Klötze noch keine Einträge vorhanden. © Monika Schmidt

Die Stadt Klötze beteiligt sich am Portal „Luxus der Leere“, mit dem leer stehenden Immobilien aus der Altmark vermarktet werden sollen. Nur hat noch niemand Immobilien aus Klötze eingestellt.

Klötze / Kusey – Werden Saal und Gaststätte Brauner Hirsch in Kusey von der Stadt neu verpachtet oder sollen die Räume als Dorfgemeinschaftshaus genutzt werden? Die Frage ist noch nicht abschließend geklärt. Zumindest für den Männerchor hatte die Stadt eine Vereinbarung geschlossen, dass die Sänger die Räume in eigener Regie für ihre wöchentlichen Proben nutzen können. Auch den Senioren war ein solcher Vertrag vorgeschlagen worden. Sie treffen sich aber noch in anderen Räumen, in dieser Woche zum Beispiel im evangelischen Landjugendzentrum. Da die Gruppe so groß ist, ist es im Ortsbüro, wo die Treffen früher stattfanden, inzwischen zu eng. „Soll der Braune Hirsch wieder vermietet werden?“, fragte der Kuseyer Thomas Mann bei der jüngsten Stadtratssitzung nach. Denn ihm waren bislang noch keine entsprechenden Mitteilungen oder Pächtersuchen seitens der Stadt aufgefallen. Zum zweiten Mal regte Thomas Mann an, Saal und Gaststätte im Portal „Luxus der Leere“ anzubieten. Diesem Angebot war die Stadt nach einem entsprechenden Stadtratsbeschluss beigetreten und inzwischen sind auch die Nutzungsmöglichkeiten auf der Homepage für Klötze freigeschaltet, wusste der Kuseyer. Bislang sind dort aber noch keine Immobilien aus der Einheitsgemeinde Klötze eingetragen. „Wir bezahlen für das Programm, dann können wir das da auch einstellen“, regte Thomas Mann an. Bürgermeister Uwe Bartels versprach ihm, dass die Möglichkeit geprüft werde. Der Kuseyer Klaus Vohs nannte im Stadtrat noch weitere leer stehende Immobilien in Kusey, für die Nachnutzer gesucht werden. Er erinnerte an die alte Kindertagesstätte, bei der es hieß, dass erst nach dem Umzug der Kuseyer Zwerge in den Neubau über eine weitere Nutzung des Gebäudes beraten werden soll. Es habe einen Interessenten gegeben, wusste Klaus Vohs. Aber die Stadt hatte zunächst mit einem Gutachten den Wert des Gebäudes ermitteln wollen, erinnerte er. „Bislang ist noch kein Gutachter beauftragt worden“, teilte Gordon Strathausen, Sachgebietsleiter im Bauamt, auf Anfrage von Klaus Vohs mit. Wenn die Stadt ihre Pläne umsetzt, im Kuseyer Gewerbegebiet in einer gekauften Immobilie Platz für Feuerwehr, Stadtwirtschaft und Ortsbüro zu schaffen, stehen in Alt-Kusey weitere Gebäude leer. Auch das alte Ortsbüro und das Feuerwehrgerätehaus könnten dann über das Portal Luxus der Leere zum Verkauf angeboten werden.

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