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Kita Schwiesau wird zur Chefsache

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Von: Monika Schmidt

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das Kita-Gebäude in Schwiesau
Sanierungsarbeiten an der Schwiesauer Kita hat Bürgermeister Uwe Bartels mit Ortschef Manfred Hille abgestimmt. © Monika Schmidt

Sorgen um den Erhalt der Kita im Dorf macht sich der Schwiesauer Ortsbürgermeister Manfred Hille. Dass Stadt-Bürgermeister Uwe Bartels die Kita besuchte und Sanierungsarbeiten abstimmte, beruhigt Hille ein wenig.

Schwiesau – Am Beispiel der Kuseyer Grundschule wurde deutlich, wie schnell auch eine ausgelastete Einrichtung vor dem Aus stehen kann, wenn es dafür eine Mehrheit im Klötzer Stadtrat gibt. Der Schwiesauer Ortsbürgermeister Manfred Hille setzt deshalb alles daran, dass die Kindertagesstätte in seinem Heimatort noch lange erhalten bleibt. Derzeit werden 16 Kinder betreut, bis zum Jahresende kann diese Zahl auf 22 steigen, wenn die Verwaltung alle vorliegenden Anträge bewilligt, berichtete er bei der jüngsten Ortschaftsratssitzung. Sein Fazit: „Es sieht für die künftige Auslastung der Kita ordentlich aus.“ Damit sich die Kinder in der Einrichtung wohlfühlen, soll weiter saniert werden. Dazu gab es im Mai einen Ortstermin mit Bürgermeister Uwe Bartels und der Kita-Leiterin Nicole Reichhelm sowie dem Ortsbürgermeister. Wie Manfred Hille den Ortschaftsrat unterrichtete, wurden dabei einige Festlegungen für kleinere Maßnahmen getroffen. Außerdem sollen Krippenbereich, Flur und Bad neue Fußböden aus Vinyl und Fliesen bekommen. Es müssen Schwellen entfernt werden. Die Sanierung des Sanitärbereichs ist ebenfalls eine noch notwendige Arbeit. Im Elektrobereich müssen die Leitungen nicht erneuert werden, es ist nur ein neuer Sicherungskasten geplant. Zudem sollen im Innenbereich neue Türen eingebaut werden. Geld für die Arbeiten steht aus den Haushaltsjahren 2020 und 2021 zur Verfügung. Dennoch ist Manfred Hille wegen der Erfahrungen mit der Kuseyer Grundschule vorsichtig geworden. „Angesichts der sogenannten Sparmaßnahmen, bei denen bisher eine Pflichtaufgabe, nämlich die Schule, betroffen ist, weiß ich natürlich nicht, welche Strategie die Verwaltung fährt“, räumte Manfred Hille im Ortschaftsrat ein. Würden die Anträge auf Aufnahme der Kinder abgelehnt, stimmt seine Berechnung der Kinderzahlen nicht mehr. „Dann wäre unsere Kita nicht ausgelastet und die Verwaltung wird natürlich von einer Schließung sprechen wollen“, äußerte der Ortsbürgermeister seine Sorgen zu dem Thema. „Ich hoffe nicht, dass man das aussitzen will“, so Hille weiter. Den Besuch des Bürgermeisters vor Ort wertete er aber als ein gutes Zeichen für den Erhalt der Kita.

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