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Pro-Kopf-Verschuldung in Klötze sinkt

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Von: Monika Schmidt

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bei einer Sitzung wird abgestimmt
Die Klötzer Stadträte haben den Etat für 2022 einstimmig, aber mit Enthaltungen, bewilligt. © Monika Schmidt

Auch wenn der Etat nicht ausgeglichen ist, blicken die Klötzer Stadträte dennoch zufrieden auf den Haushalt für 2022. Denn die Pro-Kopf-Verschuldung kann abgebaut werden.

Klötze – Die erste öffentliche Beratung zum Haushalt 2022 sollte auch die letzte bleiben. So hatten es die Klötzer Stadtverwaltung und die Stadträte vorher vereinbart. Bei mehreren Haushaltsklausuren wurde der Etat vorbesprochen, so dass er nach der Lesung in Hauptausschuss und Stadtrat verabschiedet wurde. Kämmerin Dorothee Scherf erläuterte zuvor die Eckdaten. „Es bleibt ein Fehlbetrag von 773 000 Euro im Ergebnisplan“, erinnerte sie. Die neuen, erhöhten Steuerhebesätze wurden eingearbeitet, dadurch erwartet die Stadt Mehreinnahmen von 300 000 Euro. „Allerdings sind die Auswirkungen der Grundsteuerreform noch nicht eingerechnet, da keiner einen Überblick hat, wie sich das entwickelt“, informierte die Kämmerin. Das Plus durch Steuereinnahmen werde nahezu komplett durch die steigenden Energiekosten wieder aufgefressen, bedauerte sie. Ihr Fazit: „Der Haushalt steht zwar gut da, kann aber nicht ausgeglichen werden.“ Da es noch einen Überschuss aus dem Vorjahr gibt, konnte der Etat ausgeglichen werden. Die Kämmerin erinnerte daran, dass die Rücklagen aus der Eröffnungsbilanz nicht für den Haushaltsausgleich eingesetzt werden können. Dennoch sieht sich die Einheitsgemeinde auf einem guten Weg aus der Haushaltskrise. Gegenüber dem Kreis als Genehmigungsbehörde für den Etat wurden Signale gesetzt, die Einnahmen zu erhöhen, zum Beispiel durch Steuererhöhungen, höhere Kita-Beiträge und künftig erhöhte Einnahmen bei den Dorfgemeinschaftshäusern. Positiv entwickelt sich der Schuldenstand der Kommune. Aktuell liegt er bei 23 Euro pro Einwohner. Da in diesem Jahr aber weitere 123 000 Euro getilgt werden, liegt die Pro-Kopf-Verschuldung am Jahresende nur noch bei 10,64 Euro. „Das ist den wenigsten Kommunen so gelungen, damit stehen wir gut da und sollten uns darüber freuen“, zog Dorothee Scherf ein positives Fazit für den Etat, der vom Stadtrat einstimmig bewilligt wurde.

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