Für die Beheizung fehlt ein Jahr

Kunrau: Biogasanlage wird 2026 zurückgebaut

In Kunrau steht eine Biogasanlage. Spätestens 2026 soll sie abgebaut werden.
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Die Kunrauer Biogasanlage soll nach Ablauf der Bindefrist zurückgebaut werden. Damit kann die Abwärme nicht zum Beheizen des Freibades genutzt werden.
  • Monika Schmidt
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Mit einer Beheizung des Kunrauer Freibades durch die Abwärme der Biogasanlage wird es nichts. Die Anlage wird nicht mehr lange genug betrieben, sie soll 2026 zurückgebaut werden. Die Zeit reicht nicht, um die bewilligte Leaderförderung zu nutzen.

Kunrau – Eigentlich standen nach vielen Jahren des Wartens alle Zeichen auf „Grün“ für eine Beheizung des Kunrauer Freibades: Der entsprechende Leaderantrag war schon seit Längerem bewilligt. Doch nun haben sich die Voraussetzungen geändert. „Wir können den Förderantrag nicht halten. Wir müssen ihn zurückgegeben“, teilte der Kunrauer Ortsbürgermeister Uwe Bock im Ortschaftsrat auf Anfrage der Einwohner mit.
Das Problem: Die Biogasanlage, über die die Beheizung mit Abwärme vorgenommen werden sollte, ist nicht mehr lange genug in Betrieb. „Uns fehlt ein Jahr“, erläuterte Uwe Bock. Die Anlage hätte bis zum Jahr 2027 laufen müssen, um das Leaderprojekt innerhalb der Frist umzusetzen. Die Bindungsfrist für die Anlage läuft aber nur bis 2026. Und sowohl der Agrarbetrieb als auch der Betreiber der Anlage, die Firma Abowind, haben erklärt, dass sie die Biogasanlage auf keinen Fall länger nutzen wollen. Sie wird nach Ablauf der Bindefrist zurückgebaut. Dafür stehen als Rücklage 300 000 Euro zur Verfügung, wusste der Ortsbürgermeister und konnte so die Sorgen der Einwohner, dass eine Ruine stehen bleibt, entkräften. Ob es möglich sein wird, den Fördermittelbescheid umzuschreiben, um ihn für andere Projekte im Freibad zu nutzen, sei derzeit noch offen, informierte Uwe Bock weiter.

Auf Verschleiß gefahren

Die Biogasanlage, die seit 2005 von Abo-Wind betrieben wird, „ist auf Verschleiß gefahren worden“, informierte der Klötzer Hauptamtsleiter Matthias Reps im Stadtrat. Sie rechnet sich nach dem Ablauf der Frist nicht mehr. Deshalb soll sie, spätestens nach dem Ende der EEG-Förderung 2026 heruntergefahren werden. „Damit kann die Betreiberfirma die benötigte garantierte Lieferung für sechs Jahre nicht leisten“, nannte Matthias Reps das Problem mit dem Leader-Antrag. Geplant werde von den Betreibern, die Anlage noch vor Ablauf der Frist zu veräußern. „Ansonsten planen sie für 2026 den Rückbau“, hatte der Hauptamtsleiter den Stadträten erklärt.

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