Flammender Appell der Wasserwacht

Klötzer Stadträte sollen um die Freibäder kämpfen

Eine Frau in einer roten Jacke spricht in einem Sitzungssaal
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Monika Gille, Leiterin der DRK Wasserwacht in Klötze, wertete bei der Hauptausschusssitzung die Saison im Klötzer Waldbad aus.
  • Monika Schmidt
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Nachdem sie im vergangenen Jahr von der Stadt ausgebootet wurden, übernahmen die Wasserwachtler des DRK Klötze 2021 wieder die Betreuung des Waldbades. Die Auswertung der Saison erfolgte im Hauptausschuss.

Klötze – Mit einem flammenden Appell für den Erhalt der Freibäder in der Einheitsgemeinde Klötze beendete Monika Gille, Leiterin der DRK Wasserwacht in Klötze, ihren Bericht über die abgelaufene Badesaison im Hauptausschuss. „Wenn Ihnen etwas an unseren Bädern liegt, dann kämpfen Sie für den Erhalt der Bäder zum Wohle aller“, appellierte sie an die Stadträte.

Monika Gille erinnerte daran, dass Klötze ein anerkannter Erholungsort ist und dass dazu auch besonders die Bäder gehören. Die Wasserwachtler, die im Sommer die Betreuung des Klötzer Waldbades übernommen hatten, haben gezeigt, „dass mit einer guten Zusammenarbeit aller eine gute Saison durchgeführt werden kann“, stellte Monika Gille fest. „Wir hoffen, dass unser Waldbad erhalten bleibt, endlich nach 28 Jahren eine Sanierung bekommt und nicht sterben muss“, wünschte sie sich weiter. All dies würde sich die Wasserwacht im Übrigen auch für Kunrau wünschen. „Schwimmen lernen, Gesundheit fördern und diese erhalten, das sollte eines der wichtigsten Ziele sein“, appellierte Monika Gille an die Stadträte, sich für den Erhalt der Bäder einzusetzen.

Überzeugungsarbeit nötig

Es sei am Anfang nicht leicht gewesen, die Rettungsschwimmer der Wasserwacht davon zu überzeugen, in diesem Jahr die Betreuung des Klötzer Waldbades zu übernehmen, gestand Monika Gille ein. Zu viel Porzellan wurde im Vorjahr zerschlagen, als die Stadt fast komplett auf die Unterstützung der Wasserwacht verzichtete. Letztendlich siegte das Herz der Rettungsschwimmer, das am Waldbad hängt. Roland Gille als Schwimmmeister im Ruhestand übernahm die Betreuung der Technik und die Wasserwachtler willigten ein, die Saison zu übernehmen. Da die Wasserwacht wegen der geschlossenen Schwimmhallen nicht wie gewohnt im Winter trainieren konnte, mussten zunächst vor der Saison die Rettungs- und Lehrscheine aufgefrischt werden. „Ohne gültigen Rettungsschwimmer-Schein geht bei uns niemand in den Einsatz“, betonte Monika Gille. Dabei lernten die Klötzer in Beetzendorf die Vorzüge eines beheizten Freibades kennen und nutzten dies später auch für den letzten Schwimmkurs, da der kalte August das Wasser in Klötze stark abkühlen ließ.

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