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Klötze: Schaufenster-Alternative scheidet aus

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Von: Monika Schmidt

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eine Schaufensterzeile in Klötze
Die leer stehenden Schaufenster können die Klötzer Ortschronisten wegen der Sonneneinstrahlung nicht für Ausstellungen nutzen. © Lea Weisbach

Damit die Sammelstücke der Klötzer Ortschronisten präsentiert werden können, fehlt ein geeigneter Raum. Auch Schaufenster scheiden aus - wegen der Sonneneinstrahlung.

Klötze – „Uns fehlt unbedingt ein Raum, in dem wir auch etwas aufbauen können“, erinnerte Ortschronist Bernd Granzow bei seinem Bericht im Klötzer Ortschaftsrat. Denn das kleine Chronistenstübchen in der Klötzer Bibliothek platzt aus allen Nähten.

Durch ihre rührige Arbeit haben die Ortschronisten im vergangenen Jahr eine Menge an neuem Material erhalten, dabei reichte schon für das vorhandene Archiv, das größtenteils aus der Sammlung von Heinrich Bettinghausen stammt, der Platz nicht aus. Nicht nur, dass die Chronisten mehr Platz für ihre Sammlung benötigen. Sie würden einen Teil der Stücke auch gerne ausstellen und der Öffentlichkeit zeigen. Das ist im beengten Chronistenstübchen nicht möglich. Von Klaus Hilmer bekamen die Ortschronisten bei der Sitzung ein konkretes Angebot. Er berichtete, dass seine Frau fünf Schaufenster an der Oebisfelder Straße habe. Diese könnten die Ortschronisten nutzen, um ihr Material der Öffentlichkeit zu präsentieren, bot Klaus Hilmer an. „So könnte das Material dargestellt werden“, begründete der Klötzer seinen Vorschlag. Bernd Granzow ist jedoch skeptisch. „Die ausgestellten Gegenstände würden dort direkt der Sonne ausgesetzt“, erklärte er im AZ-Gespräch. Die direkte Sonneneinstrahlung sei für die historischen Dokumente aber nicht gut.

Verschiedene Räume im Blick

„Das viele Material wird zum Problem, wenn es nicht irgendwann vernünftig an Orte und Stelle kommt“, erkannte Lothar Görg die Problematik. Er bat die Ortschaftsräte, gemeinsam zu überlegen, ob es ein Objekt in der Stadt gibt, „das mit relativ wenig Aufwand genutzt werden kann.“ Klaus Hilmer hatte eine Idee: „Was ist denn mit dem Heizhaus?“, fragte er in die Runde. Das Gelände an der Wasserfahrt, das von der Stadtwirtschaft genutzt wird, müsste doch groß genug sein, um dort entweder einen Raum einzurichten oder das Material der Chronisten in einem Container zu lagern, regte er an. Eine andere Idee der Ortschaftsräte war die leer stehende Villa an der Salzwedeler Straße am Abzweig zum Eichengrund. Und Ortsbürgermeister Raimund Punke erinnerte daran, dass Bürgermeister Uwe Bartels ihm gegenüber angedeutet hatte, dass eventuell im Neubau des Standesamtes neben dem Rathaus Platz für die Chronisten sein werde. „Trotzdem sollten wir auch nach anderen Möglichkeiten gucken, denn so schnell kommt der Neubau nicht“, wünschte sich Heiko Hutopp.

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