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Immekather wollen lieber nach Klötze

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Von: Monika Schmidt

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ein Schulgebäude
Zur Purnitz-Grundschule in Klötze möchte die dritte Klasse der Kuseyer Grundschule wechseln. © Monika Schmdit

Unterschiedliche Meinungen gibt es innerhalb der Immekather Eltern darüber, wo ihre Kinder künftig die Grundschule besuchen sollen. Der bisherige Grundschulstandort in Kusey wird zum 31. Juli 2023 geschlossen: Kunrau und Klötze sind die Alternativen.

Immekath – Als ein „Zeichen der Stadt über den Beschluss zu informieren“ schätzte der Immekather Ortsbürgermeister Peter Gebühr die Anhörung zu den neuen Schuleinzugsbereichen ein. Die anwesenden Eltern waren jedoch bei der Ortschaftsratssitzung in der vergangenen Woche ganz anderer Meinung. Vor allem vermissten sie einen Vertreter der Stadt, der ihnen kompetent Auskunft zu ihren Fragen gibt. So fühlten sie sich allein gelassen und versuchen, durch Eigeninitiative das Beste für ihre Kinder zu erreichen. „Wir können es nicht jedem Recht machen“, dessen war sich der Ortsbürgermeister bewusst. Aber es sei gut, dass alle Betroffenen einbezogen würden, fand er. Gebühr selbst habe keine Kinder in dem Alter, informierte er, deshalb sei es Sache der Eltern, zu den Plänen Stellung zu nehmen. Und die fuhren schwere Geschütze auf: Es fehle die Transparenz, die zur Entscheidung der Schulschließung geführt habe. Die Entfernungen vom Wohnort zur Schule werde bei der Komplettübernahme der Kinder aus Kusey nach Kunrau nicht berücksichtigt. Die Kunrauer Schule sei auch nicht in einem besseren bautechnischen Zustand als die Kuseyer. Vor allem für die jetzige dritte Klasse, die einen schweren Schulstart hatte, wünschen sich die Eltern, dass sie gemeinsam mit ihrer Klassenlehrerin nach Klötze wechseln könnten. Damit würde auch in Kunrau das Platzproblem gelöst, da dort nur drei freie Klassenräume seien. Von der Schulbehörde haben die Eltern erfahren, dass ein solcher Wechsel möglich sei, wenn der Stadtrat einen entsprechenden Beschluss fasst. Unterschiedliche Ansichten gab es zu den künftigen Einzugsbereichen. Einige Immekather Eltern möchten ihre Kinder lieber nach Klötze als nach Kunrau schicken. Auch aus Ristedt gebe es diesen Wunsch. Andere Eltern haben kein Problem, ihre Kinder nach Kunrau zu geben, wenn die dortige Grundschule renoviert wird. Für die vorhandenen Jahrgänge sollte dagegen eine gute Lösung gefunden werden, ohne die Klassenverbände zu zerreißen, so der Wunsch. Ob in dem verbleibenden halben Jahr bis zur geplanten Schulschließung in Kusey die Kunrauer Grundschule so renoviert werden kann, dass sie modernen Anforderungen entspricht, daran hatten die Eltern große Zweifel. „So kommen die Kinder vom Regen in die Traufe“, hieß es bei der Sitzung. Die Wünsche der Eltern waren eindeutig: Für das kommende Schuljahr sollten die Schuleinzugsbereiche flexibel gehalten werden. Wie sie ab dem folgenden Schuljahr aussehen, müsse detailliert besprochen werden. Und die Stadt muss Geld in die Hand nehmen, um die Kunrauer Grundschule zu sanieren.  

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