Größeres Projekt notwendig

Teichentschlammung in Klötze ist Sache der Stadt

Ein Mann rudert mit einem Schlauchboot zu einer Insel im Wasser, auf der Enten und Gänse brüten können.
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Damit sie die Brutinseln im Geflügelteich erreichen können, haben die Mitglieder des Klötzer Tiergehege-Fördervereins ein Schlauchboot angeschafft.
  • Monika Schmidt
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Während er viele Projekte bereits umsetzen konnte, scheitert der Förderverein für das Klötzer Tiergehege an der geplanten Teichentschlammung. Unter anderem, weil sich die Behörden des Altmarkkreises eingeschaltet haben.

Klötze – „Eigentlich wollten wir in diesem Jahr etwa 4000 Euro in die Teilentschlammung des Geflügelteichs investieren“, erinnerte der Vorsitzende des Tiergehege-Fördervereins, Lothar Schulze, bei der Mitgliederversammlung. Es hatte dazu bereits Absprachen mit einigen Firmen gegeben. Es war aber auch ein Vororttermin mit der unteren Wasserbehörde und der unteren Naturschutzbehörde des Altmarkkreises nötig. Und nach diesem Termin ist das Vorhaben erst einmal wieder ins Stocken geraten. „Im Ergebnis stellte sich heraus, dass diese Maßnahme unsere Fähigkeiten bei Weitem übertrifft“, fasste Lothar Schulze zusammen. Denn die Idee, einfach mit einem Bagger den Schlamm aus dem Teich zu holen und daneben abzulagern, fand bei den kreislichen Behörden absolut keine Zustimmung. Deshalb wurde das Vorhaben verschoben und soll 2022 als eigenes Projekt in den Stadthaushalt eingestellt und auch in Verantwortung der Stadt umgesetzt werden. Der Vorsitzende listete eine ganze Reihe von Verboten auf, wie der Teich nicht entschlammt werden kann, und was alles beachtet werden müsse. Für eine Entschlammung müsse das Wasser abgelassen und in den Graben eingeleitet werden. Wegen einer möglichen Verunreinigung des Schlamms sei dies aber nicht erlaubt. Der Kreis schlägt den Einbau eines „Mönchs“ vor, mit dem der Wasserstand in Staustufen reguliert werden kann. Der Abraum aus dem Teich ist Sondermüll und darf deshalb nicht einfach anderswo auf dem Gelände gelagert werden. Der Förderverein wollte ihn lagern, trocknen und dann mit Sand bedecken, um Senken zu füllen. Das wird nicht genehmigt, der Sondermüll muss abgefahren und ordnungsgemäß entsorgt werden, berichtete Lothar Schulze den Mitgliedern weiter. Beim Ausbaggern des Teichs dürfen die Uferböschungen nicht beschädigt werden. Und auch die Wurzeln der Insel im hinteren Teil dürfen nicht zerstört werden, nannte der Vorsitzende weitere Auflagen. Die Bäume im und am Wasser dürfen zwar beschnitten, aber nicht gefällt werden. Fazit von Lothar Schulze: „Wir haben uns nach Kräften bemüht. Aber jetzt ist es Sache der Stadt.“ 

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