Ortschaftsrat will Arbeitskreis bilden

Klötzer sollen bei der Grabstätten-Pflege helfen

Ein verfallener Grabstein auf einem Friedhof in Klötze. Die gesamte Anlage wirkt verwildert.
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Die Grabstätte des früheren Klötzer Bürgermeisters August Mosel auf dem Altstädter Friedhof verfällt.
  • Monika Schmidt
    vonMonika Schmidt
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Wenn sich Einwohner aus Klötze beteiligen und engagieren, würde sich der Klötzer Ortschaftsrat gemeinsam mit ihnen um die Pflege der Grabstätte von August Mosel kümmern. Allein kann das Gremium das nicht schultern.

Klötze – Es ist noch keine Entscheidung gefallen, wie mit der Grabstätte von August Mosel auf dem Altstädter Friedhof in Klötze verfahren werden soll. Nachdem es im Herbst aus der Bevölkerung Kritik am Pflegezustand gegeben hatte – vor allem der Wildwuchs und das herumfliegende Laub wurden kritisiert – hatte es von der Stadtverwaltung die klare Ansage gegeben, dass sich der Ortschaftsrat zu dem Thema positionieren müsse.
„Es ist ein Riesen-Objekt, das da verfällt“, berichtete Ortsbürgermeister Raimund Punke im jüngsten Ortschaftsrat. Die große Grabanlage der Familie umfasse acht Gräber. Punke zählte kurz die Verdienste von August Mosel auf, der als Bürgermeister und Magistrat viel für Klötze getan habe. Unter anderem hatte er sich für den Erwerb des Rathauses eingesetzt.
„Der Grabstein ist porös und müsste aufgearbeitet werden. Der kommt durch keine Kontrolle“, befürchtete der Klötzer Ortsbürgermeister. Die Pflege und Sanierung der Grabstelle übersteige jedoch die finanziellen Möglichkeiten des Ortsbudgets, stellte er klar. Die Stadt halte sich bei dem Thema bedeckt, sei nicht zuständig. „Was wollen wir machen?“, wollte Raimund Punke deshalb von seinen Ortschaftsräten wissen.
Diese sprachen sich zunächst dafür aus, die Zuständigkeiten doch noch einmal genauer zu prüfen. „Hat August Mosel die Ehrenbürgerschaft?“, wollte Klaus Ewertowski wissen. Wenn, dann sei sehr wohl die Einheitsgemeinde als Rechtsnachfolger der Stadt in der Verantwortung, fand er. Allerdings, so informierte Ortschronist Bernd Granzow, habe er bislang noch keinen Beweis für eine Ehrenbürgerschaft in den ihm vorliegenden Chroniken gefunden. Zudem, so machte Granzow aufmerksam, hätten nicht alle Klötzer eine positive Meinung über August Mosel. Er gebe durchaus auch kritische Stimmen, wusste der Chronist.

Arbeitskreis bilden

Alexander Kleine schlug vor, die Einwohner zu beteiligen. „Wir sollten schauen, wie die Resonanz bei den Klötzern ist. Wenn sich Firmen und Privatpersonen engagieren, könnte ein Arbeitskreis gebildet werden. „Wir als Ortschaftsrat allein kriegen das nicht bewältigt“, ist Alexander Kleine überzeugt. Deshalb sollten sich zunächst die Bürger melden.

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