Keine spontane Zusage

Klötzer Stadtrat zögert beim Kunrauer Bad

Der Eingangsbereich des Schwimmbades in Kunrau
+
Das Kunrauer Freibad bleibt auch 2022 geschlossen. Das steht schon fest.
  • Monika Schmidt
    VonMonika Schmidt
    schließen

Spontan haben die Klötzer Stadträte dem Kunrauer Freibadförderverein keine Zusage erteilt, ob das Gremium die Arbeit unterstützt. Das sorgte für Kritik innerhalb des Gremiums.

Neuferchau / Kunrau – Nach der ausführlichen Vorstellung des Fördervereins für das Kunrauer Freibad während der jüngsten Stadtratssitzung in Neuferchau diskutierten die Stadträte, wie mit den Wünschen des Vorstandes umgegangen werden soll. Der Verein wünschte sich eine klare Positionierung des Stadtrates zum Erhalt des Bades und dazu, dass die bereits gesammelten Spendengelder für den Spielplatz auch genutzt werden können. Daran erinnerte Stadtratsmitglied Uwe Bock. „Wann bekommen sie eine Zusage des Stadtrates?“, wollte er wissen. Am liebsten wäre es dem Kunrauer, wenn die Stadträte spontan eine Entscheidung getroffen hätten. „Könnten wir nicht heute sagen: Nehmt das Geld und macht das Bad im hinteren Bereich attraktiv?“, so der Wunsch von Uwe Bock. Dem erteilte Stadtratsvorsitzender Klaus Ewertowski postwendend eine harsche Absage. „Das ist doch keine ernsthafte Frage?“, fuhr Ewertowski den Kunrauer an. So könne es nicht funktionieren, machte er weiter deutlich. Denn es müsse zunächst eine förderfähige Lösung für das Bad gefunden werden. Bei einer Investition von 1,5 Millionen Euro, die aktuell im Raum steht, ist eine Förderung über Leader jedoch nicht möglich. „Aber sie wollen doch das Geld, was sie haben, verbauen“, erinnerte Uwe Bock. Daraufhin betonte Klaus Ewertowski, dass der Stadtrat zunächst einen Beschluss fassen müsse. Dafür könnte jede Fraktion einen Antrag stellen, damit sich das Gremium mit dem Thema beschäftige. Dies war bislang noch nicht geschehen. „Was der Förderverein vorgestellt hat, muss noch mit der Verwaltung abgestimmt werden, um zu klären, was davon geht“, so der Stadtratsvorsitzende. Uwe Bock bekam Unterstützung von seinem Fraktionskollegen Hans-Jürgen Zeitz. „Ich bin überwältigt von der Darstellung des Fördervereins und über das, was sie schon geleistet haben“, sagte der Immekather. Diese Aktivitäten sollte der Stadtrat „nicht mit Füßen treten, sondern das unterstützen“, wünschte er sich. Die Verwaltung sollte sich bemühen, so regte Hans-Jürgen Zeitz, dass die Vorschläge des Vereins schnell angeschoben werden. „Wir müssen beide Bäder erhalten“, bezog Zeitz eine klare Position.  

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare