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TSV Kusey will sich nicht entschuldigen

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Von: Monika Schmidt

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Louis Licht im Dribbling.
Bei Spielen des TSV Kusey sind die Stadträte, die für die Schulschließung gestimmt haben, künftig für den Verein verzichtbar. © Sensenschmidt, Renee

Die Klötzer Stadträte sind ärgerlich, dass sie bei Veranstaltugnen des TSV Kusey „verzichtbar“ sind. Das hatte der Verein bei seiner Jahreshauptversammlung beschlossen.

Klötze / Kusey – „Eine Entschuldigung ist angebracht“, findet nicht nur Peter Gebühr. Der Immekather brachte bei der Sondersitzung des Stadtrates noch einmal öffentlich zur Sprache, was wenige Minuten zuvor schon im nichtöffentlichen Teil des Hauptausschusses diskutiert wurde: Die Stadträte erwarteten eine Entschuldigung vom Vorstand des TSV Kusey für den Beschluss bei der Jahreshauptversammlung, dass die Kommunalpolitiker, die für die Schulschließung gestimmt haben, bei Veranstaltungen des TSV „verzichtbar“ sind. Doch Vorsitzender Thomas Mann und Pressewart Wolfgang Mosel, die beide ebenfalls Mitglied im Stadtrat sind, sahen dazu keine Veranlassung. „Ich kann nicht damit leben, wie der Beschluss zur Schulschließung zustandegekommen ist“, sagte Wolfgang Mosel. „Die Leute sind verunsichert und sie sind wütend“, erläuterte er. „Wie das zustandegekommen ist, ist keine Demokratie. Dann können wir die Ortschaftsräte gleich abschaffen und Ortsvorsteher machen, die als Grüßonkel zu Seniorengeburtstagen gehen“, ereiferte sich Mosel. TSV-Vorsitzender Thomas Mann erinnerte, dass der Vorstand den eigentlichen Beschlussvorschlag, die Stadträte zu „unerwünschten Personen“ zu erklären, noch geglättet hatte und betonte: „Auch das ist Demokratie, dass der TSV beschlossen hat, auf die Stadträte zu verzichten.“ Mann machte ganz deutlich: „Ich lehne es ab, dass sich der TSV dafür entschuldigt.“ Die Empörung der Stadträte blieb: Marco Wille erinnerte daran, dass Minuten zuvor der Stadtrat für den TSV Kusey einen Beschluss für weitere Ausgaben gefasst hatte. „Das ist ein Zeichen des Stadtrates, dass wir zu Kusey stehen und dass wir auch daran arbeiten, die Turnhalle zu erhalten“, sagte Wille weiter. Er wünschte sich einen „vernünftigen Umgang miteinander. Demokratie ist, Beschlüsse mitzutragen und zu tolerieren“, empfahl er. Am Ende der ergebnislosen Diskussion im Stadtrat brachte es Henry Hartmann mit seinem Statement auf den Punkt: „Das ist ein Eigentor für den TSV Kusey.“

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