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Drei Varianten für die Entschlammung des Teichs im Klötzer Tierpark

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Von: Monika Schmidt

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ein Teich mit einem Entenhaus
Der Teich im Klötzer Tierpark muss entschlammt werden. © Lea Weisbach

Der Schlamm aus dem Teich im Klötzer Tiergehege wird nicht als Sondermüll eingestuft. Das hat der Altmarkkreis der Stadt mitgeteilt.

Klötze – „Der Teich im Tierpark stinkt bestialisch.“ Darauf machte Bernd Hamann im jüngsten Klötzer Ortschaftsrat aufmerksam. Mehrfach hätten sich schon Besucher des Tiergeheges über die Geruchsbelästigung beschwert. Es sei dringend an der Zeit, dass der Teich entschlammt werde, schätzte Hamann, der auch aktiv im Förderverein für das Tiergehege mitarbeitet, ein. Die Entschlammung steht schon seit einigen Jahren auf der To-do-Liste von Stadt und Förderverein. Bislang gab es zwei Hindernisse: Die Kosten und die Frage, wie der Schlamm nach dem Ausbaggern entsorgt werden muss. Ortsbürgermeister Raimund Punke wusste, dass der Teich in diesem Jahr unbedingt in Angriff genommen werden sollte. Dafür müsste die Umgestaltung der Vogelvoliere noch weiter verschoben werden, informierte er im Ortschaftsrat. Im Gespräch mit der AZ informierte der Klötzer Hauptamtsleiter Matthias Reps über den aktuellen Stand der Planungen, der bereits mit dem Vorstand des Fördervereins besprochen wurde. Die Stadt hatte beim Altmarkkreis nachgefragt, wie der Schlamm zu behandeln ist. „Es ist kein Sondermüll. Der Schlamm kann auf den Feldern ausgebracht werden“, teilte Matthias Reps das Ergebnis mit. Die Kosten, den Schlamm als Sondermüll zu entsorgen, hätte die Stadt Klötze nicht übernehmen können. Wie genau die Entschlammung vorgenommen wird, dazu seien aber noch weitere Absprachen nötig, informierte Reps weiter. Drei verschiedene Varianten stehen aktuell zur Diskussion: Entweder kann der Schlamm nass ausgebaggert werden. Die zweite Variante wäre, das Wasser etwas abzulassen und den Schlamm abzufahren. Die dritte – und teuerste – Variante ist es, den Geflügelteich komplett trocken zu legen und den Schlamm auf dem Tierpark-Gelände zwischenzulagern. Von der Verwaltung wird die zweite Variante favorisiert. „Allerdings haben wir nur ein Budget von 10 000 Euro“, erinnert der Hauptamtsleiter an die Summe, die jährlich für Maßnahmen im Tierpark von der Stadt zur Verfügung gestellt wird. Falls das Geld nicht reicht, würde die Stadt noch bis zum nächsten Jahr mit der Entschlammung warten und dann die Haushaltsmittel aus beiden Jahren zusammenziehen.

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