1. az-online.de
  2. Altmark
  3. Klötze

FFH-Prüfung verschiebt Baubeginn auf 2023

Erstellt:

Von: Monika Schmidt

Kommentare

Ein braunes Schild an einer Straße weist auf die deutsche Teilung bis 1990 hin.
Von Steimke bis zur Landesgrenze nach Niedersachsen baut der Altmarkkreis 2023 einen Radweg. © Monika Schmidt

Bevor der Radweg von Steimke Richtung Brome gebaut werden kann, muss der Altmarkkreis noch eine FFH-Verträglichkeitsüberprüfung in Auftrag geben.

Steimke – „Wenn alle Genehmigungen vorliegen, soll der Bau des Radweges von Steimke Richtung Brome im Jahr 2023 erfolgen“, kündigt sie an. Die Vorbereitungen für die Maßnahme, die in die Liste des Altmarkkreises aufgenommen wurde, nachdem die Steimker einer Bürgerinitiative gegründet und Unterschriften gesammelt hatten, die sie an den Landrat überreichten, laufen auf Hochtouren. Inzwischen liegen auch schon alle Bauerlaubnisverträge für die Maßnahme vor, teilt Inka Ludwig weiter mit. Den Einwohnern von Steimke und ihren Unterstützern aus den umliegenden Orten ist auch wichtig, dass der geplante Radweg nicht nur bis zur Landesgrenze gebaut wird, sondern darüber hinaus auch ein Lückenschluss bis zum Bromer Sportplatz geschaffen wird. Die Umsetzung dafür liegt aber in der Hand der Samtgemeinde Brome und des Landkreises Gifhorn. Auf die Frage, ob es in diese Richtung Gespräche mit den Nachbarn aus Niedersachsen gibt, teilt Inka Ludwig mit: „Parallel dazu sind Abstimmungen mit dem Landkreis Gifhorn vorgesehen.“ Während es in Niedersachsen aber noch kein grünes Licht für den Radwegabschnitt gibt, ist der Altmarkkreis schon einen großen Schritt weiter: Für 2023 ist der Neubau des Radweges auf der rechten, östlichen Seite der Kreisstraße nach Brome eingeplant. Gebaut wird vom Ende des Gehwegs in Steimke bis zur Landesgrenze. Genau auf dieser Seite stehen seit einiger Zeit kleine Hinweisschilder auf ein Natura 2000-Gebiet, zu dem die Ohreaue gehört. Das ist der Grund, warum der Altmarkkreis noch einmal intensiver in die Vorplanung des Radwegbaus einsteigen musste. „Aufgrund der zu erwartenden Beeinträchtigungen des FFH-Gebietes Ohreaue als Teil des Natura 2000-Netzes durch den Radwegbau erfolgen zurzeit Vorabstimmungen für eine FFH-Verträglichkeitsprüfung“, informiert Inka Ludwig auf AZ-Anfrage weiter. 

Auch interessant

Kommentare