„Der Ton macht die Musik“

+
Friedhelm Licht (l.) von der BUND-Ortsgruppe Kunrau informierte mit Klötzer Bürgermeister Matthias Mann über die Zusammenarbeit zum Thema Schweinemastanlage.

pl Klötze. „Im Rahmen meiner Möglichkeiten werde ich die BUND-Ortsgruppe Kunrau unterstützen“, sagte gestern der Klötzer Bürgermeister Matthias Mann. Er hatte Friedhelm Licht von der BUND-Ortsgruppe zu Gast. Beide informierten über ein Gespräch zwischen dem Stadtoberhaupt und der Ortsgruppe. Diese hatte dem Bürgermeister einen Fragenkatalog zum geplanten Bau einer Schweinemastanlage in Kunrau überreicht.

„Ich habe Verständnis für die Belange der Ortsgruppe und kann die Ängste der betroffenen Bürger nachvollziehen“, sagte Matthias Mann. Es sei aber nicht der Bürgermeister, der ein Bauvorhaben ablehnen kann, machte er deutlich. Er hätte sich gewünscht, wenn die Ansiedlung mit mehr Arbeitskräften verbunden wäre und nicht so sehr in die Natur und Umwelt eingreift. Er machte aber deutlich, dass er als Bürgermeister bauplanerisch aufgrund der vorgegebenen Rahmenbedingungen nicht einwirken könne. Im Gegensatz dazu könne der BUND im Rahmen des Verfahrens Einfluss nehmen.

Dass es in der Phase, als sich die BUND-Ortsgruppe bildete, „hakelig“ geworden war, sei keine persönliche Absicht gewesen, sagte Friedhelm Licht. Der Schwarzendammer machte deutlich, dass die BUND-Ortsgruppe das Gespräch sucht. „Es ist manchmal der Ton, der die Musik macht“. In persönlichen Gesprächen könne viel mehr erreicht werden, als nur in der Öffentlichkeit anzuklagen. Das habe auch ein Gespräch im Landtag gezeigt. „Die rechtliche Verfahrensweise ist die eine Seite, die andere, wie auf demokratische Art und Weise Dinge zu lösen sind“. Die guten Kontakte des Bürgermeisters könnten hilfreich sein, meinte das Mitglied der Ortsgruppe weiter. „Der Dialog, der begonnen wurde, soll weitergehen“, sagte er.

Inzwischen wurden 1 498 Unterschriften gegen die geplante Schweinemastanlage gesammelt. Mit dieser Liste fühle sich die Ortsgruppe berufen, die Seite der Unterzeichner zu vertreten, so Friedhelm Licht.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare