Für Entscheidung fehlte eine Kostenaufstellung

Kunrauer beraten über Friedhofssatzung: Am besten alle Varianten anbieten

Ein Friedhof mit Bäumen und einer Reihe von Urnenstelen im Hintergrund.
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Auf dem Kunrauer Friedhof ist viel Platz. Deshalb sollen alle Bestattungsvarianten dort angeboten werden.
  • Monika Schmidt
    VonMonika Schmidt
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In Kunrau taten sich die Ortschaftsräte schwer, eine Entscheidung zur neuen Friedhofssatzung der Stadt Klötze zu fällen. Ihnen fehlte eine Kostenaufstellung.

Kunrau – „Ich rate Ihnen zu nichts, das ist nur eine Information“, betonte Sachgebietsleiter Clemens-Paul Berlin, als es im Kunrauer Ortschaftsrat um die vier verschiedenen Varianten der Friedhofssatzung ging. Er berichtete, dass die Preise alle drei Jahre neu kalkuliert werden müssen. Die aktuelle Gebührenkalkulation lag den Räten noch nicht vor, sie wird noch einmal überarbeitet. Durch die neuen Angebote leide die Attraktivität des früher einzig möglichen Erdgrabes, wusste der Sachgebietsleiter. Derzeit würde es unverhältnismäßig teurer, deshalb müssen noch Punkte in die Kalkulation einfließen, die die Gebühr wieder etwas anpassen. „Man kann nicht für eine Variante entscheiden, wenn man nicht weiß, wie teuer das wird“, sagte Ralf Kuske. Er wünschte sich für alle vier Satzungsvarianten eine entsprechende Gebührenkalkulation. Auch Burkhard Hartmann kritisierte den Anstieg der Gebühren. „Ich habe das Gefühl, dass man auf dem Rücken der Bürger versucht, Kosten einzutreiben, um den Haushalt auszugleichen“, sagte er. Besser wäre es, wenn die Verwaltung versuchte, die Kosten etwas zu deckeln, schlug er vor. Es gebe in der Stadt Klötze viele andere Bereiche, bei denen gespart werden könnte.

Weitere Möglichkeiten denkbar

„Der Trend geht zu neuen Bestattungsformen“, stellte Uwe Bock fest. Neben den Stelen sollen nun auch teilanonyme Urnengräber mit einer Namenstafel an einem Gedenkstein, Urnengräber unter Bäumen und Rasenurnengräber möglich sein. „Auch die Stelen werden inzwischen sehr gut angenommen, obwohl die am Anfang auch keiner wollte“, erinnerte Uwe Bock daran, dass es zahlreiche neue Wünsche für die Friedhöfe gibt. Aber, und das räumte er auch ein: „Die Stele ist überhaupt nicht kostendeckend.“ Dennoch sollten in der neuen Satzung alle vorliegenden neuen Bestattungsformen aufgenommen werden, so die Empfehlung des Kunrauer Ortschaftsrates. „Später kommen sicher noch weitere neue Möglichkeiten dazu“, vermutete der Ortsbürgermeister, dass eine weitere Änderung der Varianten nicht ausgeschlossen ist.

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