Klötzer zieht in den Landtag ein

Thomas Korell schafft es über die Liste

Zwei Frauen sortieren die Stimmzettel zur Landtagswahl und werden dabei von einem Kandidaten beobachtet.
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Thomas Korell verfolgte das Auszählen der Stimmen im Klötzer Wahllokal SozialCentrum.
  • Monika Schmidt
    vonMonika Schmidt
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Nachdem Sandra Hietel (CDU) im Wahlkreis 2 bei der Landtagswahl klar das Direktmandat gewonnen hat, zieht auch der Zweitplatzierte Thomas Korell (AfD) über die Liste in den Landtag ein.

Gardelegen / Klötze – Neben Sandra Hietel (CDU), die mit 36,35 Prozent der Stimmen ganz klar das Direktmandat im Wahlkreis 2 (Gardelegen-Klötze) holte, zieht auch der AfD-Kandidat Thomas Korell aus Klötze in den neuen Landtag in Magdeburg ein. Für ihn war es ein Vorteil, dass die AfD landesweit nur ein Direktmandat geholt hat. Damit reichte sein Listenplatz 18 bei 23 Sitzen, die die AfD im neuen Landtag hat, um ebenfalls Mitglied in dem Gremium zu werden.

Thomas Korell war nach 2016 zum zweiten Mal als Direktkandidat für bei der Landtagswahl angetreten. Sein Wahlergebnis – 19,82 Prozent der Stimmen – ist aber schlechter ausgefallen als bei der Premiere, wo er dem damaligen CDU-Kandidaten Uwe Harms dicht auf den Fersen war. Am Sonntag setzte sich Sandra Hietel mit 4448 Stimmen Vorsprung deutlich als klare Siegerin des Direktmandats gegen den AfD-Kandidaten durch. „Wie vermutet, haben viele die CDU gewählt, um die AfD zu verhindern“, stellte der Klötzer schon beim Blick auf die ersten Stimmzettel, die ausgezählt wurden, fest. Am Ende schaffte er es über die Liste aber doch noch in den Landtag.

Bei den Erststimmen sicherte sich Oliver Stegert (SPD) mit 13,93 Prozent den dritten Platz vor der Oebisfelderin Silke Wolf (Linke) mit 12,51 Prozent.

Bei den Zweitstimmen konnte die CDU im Wahlkreis 2 gegenüber der Landtagswahl 2016 6,4 Prozent dazugewinnen. Gewinne gab es auch für die FDP (+ 1,6 %) und die Freien Wähler (+2,1 %). Die anderen verloren dagegen im Vergleich zu 2016: Die AfD -2,6 %, die Linken -4,6 % und die SPD -3,3 %. In 107 Wahllokalen konnten die Wahlberechtigten im Wahlkreis 2 am Sonntag ihre Stimmen abgegeben. Die Beteiligung war recht unterschiedlich. So lag sie in den städtischen Wahllokalen von Gardelegen und Klötze teilweise bei unter 40 Prozent, dafür gaben zum Beispiel in Seethen 75,23 Prozent der Berechtigten ihre Stimme ab, in Dönitz waren es 70,41 %.

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