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Kita-Gebühren in Klötze steigen an

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Von: Monika Schmidt

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Einwohner halten im Klötzer Stadtrat Plakate hoch
Während bei den vorigen Stadtratssitzungen noch protestiert wurde, blieben die Klötzer Stadträte beim Beschluss über die neuen Kitagebühren unter sich. © Monika Schmidt

Die Kita-Gebühren in Klötze steigen. So sollen Eltern künftig für acht Stunden Betreuung im Krippenbereich 170 (bisher 130) Euro bezahlen, für den Kindergartenbereich werden 150 (statt 120) Euro fällig.

Klötze – Der Klötzer Stadtrat hat neue Kita-Gebühren beschlossen. Sie steigen gegenüber den alten, im Landesvergleich sehr günstigen Beiträgen, deutlich an. Für die Betreuung in der Krippen werden bis zehn Stunden 200 (statt 150) Euro, bis acht Stunden 170 (statt 130) Euro und bis fünf Stunden 130 (statt 120) Euro fällig. Im Kindergartenbereich steigen die Gebühren für die Betreuung bis zehn Stunden auf 180 (statt 140) Euro, bis acht Stunden auf 150 (statt 120) Euro und bis fünf Stunden auf 125 (statt 100) Euro. „Wir kommen nicht drumrum, diesen Weg zu gehen“, sagte Stadtratsmitglied Jörg Kägebein (SPD-Fraktion) am während der Sondersitzung. Dem widersprach Thomas Korell (AfD). Der Landtagsabgeordnete erklärte, dass er mit dem Ziel in die Politik gegangen sei, die Kita-Gebühren komplett abzuschaffen. Dafür werde er sich auch weiter einsetzen. Alexander Kleine, Fraktionsvorsitzender der SPD, betonte, dass er zwar grundsätzlich für eine Erhöhung sei, „aber der Sprung ist zu groß“, betonte er. Für einige Eltern bedeute das 600 Euro zusätzlich im Jahr, die gezahlt werden müssten. „Wir sind mit der Kalkulation nicht solidarisch unterwegs“, stellte Alexander Kleine fest. Denn Alleinerziehende müssten genauso viel zahlen wie Familien, das fand Kleine nicht richtig. Grundsätzlich sah er die Verantwortung für das Thema aber wie Korell beim Land: „Andere Bundesländer haben die Gebühren längst abgeschafft“, erinnerte der Fraktionsvorsitzende. Am Ende stimmten 17 der Stadträte für die vorgelegte Erhöhung. Die bisherigen Gebühren stammten aus dem Jahr 2013 und lag landesweit mit am niedrigsten, hatte Bürgermeister Uwe Bartels in seinen einführenden Worten erinnert. „Das muss jetzt angepasst werden, weil wir selbst auch Preissteigerungen haben. Wir sind sehr entgegenkommend, das wird in anderen Kommunen nicht so gehandhabt“, erinnerte er.

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