Der Biber hinterlässt seine Spuren

Fast jeder Baum am Pappeldamm im Drömling ist angenagt

Ein von einem Biber angenagter Baum, der am Ufer eines Grabens am Pappeldamm im Drömling steht.
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Auch vor stattlichen Bäumen am Pappeldamm schreckt der Biber nicht zurück.
  • Monika Schmidt
    VonMonika Schmidt
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Der Biber breitet sich im Drömling immer weiter aus. Am Pappeldamm zwischen Röwitz und Kunrau gibt es kaum noch einen Baum, der nicht von den geschützten Tieren angenagt wurde.

Drömling – Von Wolfram Weber

Als fleißiger Baumfäller ist der Biber im Drömling unterwegs und hinterlässt an so manchem Stamm die Spuren seiner kräftigen Zähne. Das gefällt nicht allen, der Biber ist höchst umstritten und sorgt immer wieder für Diskussionen zwischen Naturschützern und Landwirten.

Anfang der 1990er Jahre wanderten Elbebiber über den Mittellandkanal und die Ohre in das Gebiet des Naturparks Drömling ein. Biber können etwa 1,40 Meter groß werden und wiegen bis zu 30 Kilogramm. Sie werden etwa 15 bis 20 Jahre alt. Um 1919 soll der letzte Biber in der Region erlegt worden sein, heutzutage gehören die Tiere zu den streng geschützten Arten. Pro Jahr ziehen Biber ein bis fünf Junge groß.

Im Drömling konnten 2018 insgesamt 91 Biberreviere nachgewiesen werden. Mindestens eins davon befindet sich am Pappeldamm zwischen Kunrau und Röwitz. Der Pappeldamm beginnt etwa einen Kilometer hinter Röwitz, am Abzweig in der 90-Grad-Kurve der L 22 in Richtung Buchhorst. Dort sind viele Wanderer und Fahrradtouristen unterwegs, die in der Natur Erholung suchen. Sie finden ideale Bedingungen für die naturnahe Erholung vor.

Neben der betonierten Fahrbahn des Pappeldamms, der für den Autoverkehr gesperrt ist, befinden sich an beiden Seiten Entwässerungsgräben, die von zahlreichen jungen und alten Bäumen umsäumt werden.

Dort kann der Drömlingsbesucher an vielen Bäumen rechts und links am Uferrand die Arbeit der Biber sehen: Junge wie alte, dünne wie stattliche Bäume zeigen deutliche „Bearbeitungsspuren“ der fleißigen Nager. Einige Bäume liegen schon um, sie wurden von den Bibern komplett gefällt. Anderen Exemplaren besteht dieses Schicksal noch bevor.

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