„Definitiv kein Altenheim“

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Aus den ehemaligen Kinderheim in Kunrau wird nun doch kein Altenpflegeheim. Stattdessen sollen sich die Ortschaftsräte eine Nachnutzung des Gebäudes überlegen.

mm Kunrau. „Nicht so gute Nachrichten“, so umschrieb es der Kunrauer Ortsbürgermeister Uwe Bock am Montagabend, gibt es vom ehemaligen Kinderheim im Ort. Das Gebäude, das 2006 bei einer Auktion verkauft wurde, steht seit Jahren leer. Seit einigen Tagen prangt erneut eine Tafel mit dem Hinweis „Grundstück zu verkaufen“ an dem Haus.

Vielen Kunrauern war das Schild aufgefallen und sie hatten sich beim Ortsbürgermeister erkundigt, was geschehen soll. Uwe Bock nahm daraufhin Kontakt zu der Immobilienfirma auf, die das Gebäude im Auftrag der Marseille-Kliniken AG erworben hatte. Diese wiederum, die in Klötze den Senioren-Wohnpark und das Medinaheim betreibt, hatte im Dezember 2007 einen Bauantrag für ein Altersheim in Kunrau gestellt. Ortsbürgermeister Uwe Bock erfuhr in der vergangenen Woche vom Firmensitz in Hamburg, dass „definitiv kein Altenheim in Kunrau gebaut wird“, berichtete er den Ortschaftsräten am Montagabend. Seit dem der Bauantrag gestellt wurde, hatte die Gemeinde nichts mehr von den Planungen gehört. Nun soll das Gebäude von der Hamburger Firma wieder verkauft werden. „Das Gebäude wird zur weiteren Nutzung vermarktet“, hatte Uwe Bock erfahren. Die Besitzer seien aber auch gern bereit, „das Gebäude für einen guten Zweck wieder zu verkaufen“. Es liege an den Kunrauern, so erklärte der Ortsbürgermeister am Montag, Ideen auf den Tisch zu bringen. Auch seine Ortschaftsratsmitglieder forderte Uwe Bock auf, sich zu diesem Thema Gedanken zu machen. Denn eines möchte er unbedingt vermeiden: „Das Haus soll nicht einfallen oder abgerissen werden“, wünschte er sich. „Es hängt an uns, dass etwas passiert“, machte Uwe Bock deutlich. Ideen, wie die frühere Kinderkrippe, die später als Kinderheim und nach dessen Auszug vorübergehend als Ausweichquartier für die Ausstellung des Fremdenverkehrsvereins genutzt wurde, genutzt werden kann, können an den Ortsbürgermeister herangetragen werden.

Schon als im Dezember 2007 der Bauantrag für ein Altenpflegeheim mit 46 Plätzen gestellt worden war, waren die Kunrauer skeptisch, ob das Vorhaben jemals in die Tat umgesetzt werden würde.

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