„Das ist schon kriminell“

Ortseingangsschild in Mieste-Nord wird immer wieder überklebt

Das Ortseingangsschild von Mieste in Mieste-Nord wird immer wieder überklebt – sehr zum Ärger von Ortsbürgermeister Kai-Michael Neubüser. Für ihn sei das „Kein Dummer-Jungen-Streich“ mehr.

sts Mieste. Kai-Michael Neubüser atmete tief durch. Das Thema während der Sitzung des Miester Ortschaftsrates: Der Schildbürgerstreich am Ortseingangsschild von Mieste im Bereich Mieste-Nord.

Dort klebt ein Unbekannter seit geraumer Zeit immer wieder das offizielle Ortseingangsschild über. In knallroter Farbe leuchtet dort „Mieste-Nord“. Sehr zum Ärger des Ortsbürgermeisters. „Das ist kein Dummer-Jungen-Streich mehr“, schimpfte er während der Sitzung, die im Versammlungsraum des Miester Feuerwehr-Gerätehauses stattfand. „Das ist schon kriminell. “ Die Korrektur dieser Überkleb-Aktion „kostet ein Schweinegeld. “ Und überhaupt: Sollte es jemanden in Mieste-Nord – dieser Teil von Mieste ist durch die ICE-Trasse vom Rest des Ortes praktisch abgekoppelt – geben, der „Separationsbestrebungen, wie damals im amerikanischen Bürgerkrieg“ anstrebt, so möge er doch einen offiziellen Antrag stellen, dass Mieste-Nord ein eigener Ortsteil innerhalb des Gardelegener Stadtgebildes wird. Aber nicht solche Schildbürgerstreich-Aktionen initiieren. „Ich weiß auch gar nicht, wo es diese rote Farbe überhaupt gibt“, so Neubüser. Und: „Wir können da ja keine eigene Kamera aufhängen. “.

Unabhängig davon regte Uwe Langkau an, für Mieste-Nord einen eigenen Spielplatz zu beantragen. Regel bei der Stadt sei es, wie Neubüser erklärte, dass es in jedem Ortsteil nur noch einen Spielplatz geben soll, der aber vernünftig ausgestattet sein soll. Bei Mieste-Nord sieht aber auch er durchaus eine Ausnahmesituation. „Welches Kind fährt schon mit dem Dreirad durch ICE-Tunnel zum Spielplatz auf der anderen Seite der Eisenbahnstrecke?“, fragte Uwe Langkau in die Runde.

Ein Spielplatz in Mieste-Nord steht nun auf der Liste für Haushaltswünsche aus Mieste für 2016. Diese Liste soll an das Gardelegener Rathaus geschickt werden.

Von Stefan Schmidt

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