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„Wir wollen das Bad 2022 ohne Wasser betreiben“

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Von: Monika Schmidt

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Zwei Männer stehen vor sitzenden Stadträten
Robert Liebelt (r.) und Michael Grabenstein (l.) stellten im Klötzer Stadtrat den Kunrauer Förderverein für das Freibad vor. © Monika Schmidt

Auch ohne Wasser soll das Kunrauer Freibad im Sommer 2022 öffnen: Der Förderverein möchte die Nebenanlagen wie Spielplatz und Volleyballfeld nutzen.

Kunrau – „Unsere oberste Priorität ist es, das Schwimmbad zu erhalten.“ Das betonte Michael Grabenstein vom Förderverein für das Kunrauer Schwimmbad. Gemeinsam mit dem Vorsitzenden Robert Liebelt stellte der Schatzmeister den Verein und seine Ziele im Klötzer Stadtrat vor. 137 Mitglieder im Alter von drei bis 85 Jahren zählt der Verein. „Alle haben ein großes Interesse, das Bad zu erhalten.“ Und dabei geht es den Mitgliedern nicht nur ums Schwimmen, auch die gesamte Anlage soll weiter für Besucher offenstehen, so der Wunsch. Der Förderverein sichert der Stadt zu, die komplette Pflege der Anlagen „in vollem Maße“ zu übernehmen. „Auch wenn das Bad nicht genutzt werden kann, so können wir doch den Rest nutzen“, richteten sie einen Wunsch an den Stadtrat. Damit die Außenanlagen vom Campingplatz über den alten Kiosk und das Volleyballfeld bis zum Spielplatz genutzt werden können, möchte der Förderverein einen Bauzaun um das eigentliche Bad aufstellen.

Umfeld des Bades nutzen

Vorsitzender Robert Liebelt betonte, wie wichtig es für den Verein ist, zumindest das Umfeld des Bades im kommenden Jahr nutzen zu können. „Wir wollen 2022 das Bad ohne Wasser betreiben und ohne dass der Stadt Kosten entstehen“, kündigte er an. Wenn dies nicht gelinge, müssten alle bereits erworbenen Spendengelder für den Spielplatz zurückgegeben werden. Deshalb sei eine Entscheidung des Stadtrates nötig, bat er. Diese ist noch nicht gefallen. Die Verwaltung steht der Idee aber aufgeschlossen gegenüber. Denkbar sei es, die Nebenanlagen des Bades zu nutzen. „Aber der Träger muss sich natürlich absichern“, erklärte Bürgermeister-Stellvertreter Matthias Reps. Und es müsse eine Lösung für sanitäre Anlagen geben, da das Sanitärgebäude in den Bad-Bereich falle.

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