„Das ist großes Chaos“

Parkende Autos an Salzwedeler Straße stören Verkehr

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Wenn rechts und links an der Salzwedeler Straße geparkt wird, haben die Vorbeifahrenden keine Chance, eine Lücke zu finden. Halteverbote und Markierungen auf der Straße könnten eine Verbesserung bringen.

Klötze. Es ist ein leidiges Thema in Klötze: das Parken am Straßenrand. Der Kapellenberg und der Zichtauer Weg sind dafür nur zwei Beispiele. Ganz besonders schlimm stellt sich die Situation jedoch auf der Salzwedeler Straße dar.

Sie ist als Landesstraße auch noch besonders stark frequentiert. Da ist es für die Verkehrsteilnehmer nicht so einfach, zwischen den rechts und links parkenden Fahrzeugen überhaupt eine Lücke zu finden, um den Gegenverkehr passieren zu lassen.

Auch im Klötzer Ortschaftsrat war die Straße mal wieder Thema. Uwe Witte entfachte eine Diskussion. „Die Stadt muss sich da mal etwas einfallen lassen“, forderte er. Vor allem für größere Fahrzeuge oder solche mit Anhängern sei es nicht möglich, eine Lücke zu finden. Wer von der Breiten Straße in Richtung Lockstedt unterwegs ist, kann im Kurvenbereich hinter Einmündung Schulstraße nicht erkennen, ob Gegenverkehr kommt. Dieser ist erst zu sehen, wenn das Fahrzeug die Kurve schon passiert hat. Wenn dann keine Lücke zwischen den parkenden Fahrzeugen ist, kann der Autofahrer nur auf das Verständnis des Entgegenkommenden hoffen, damit dieser nach einer Haltemöglichkeit Ausschau hält. Wenn auch auf der anderen Seite die komplette Straßenlänge zugeparkt ist, kann nur einer Rückwärtssetzen. „Das geht so nicht“, stellte Uwe Witte fest.

Ortsbürgermeister Hans-Jürgen Schmidt kündigte an, das Anliegen des Ortschaftsrates an das Ordnungsamt weiterzuleiten. Ob Knöllchenverteilen ein adäquates Mittel sei, blieb offen. Eine klare Absage erteilte Raimund Punke dem Vorschlag, dort eine 30er Zone einzurichten. „Das wäre noch schlimmer, dann kommt man da gar nicht mehr lang“, schätzte er ein. Besser wäre es, auf der Straße Halteverbote auszuweisen, damit zwischen den parkenden Fahrzeugen die entsprechenden Lücken zum Anhalten entstehen. „Man hat keine Chance, irgendwo reinzufahren“, unterstützte auch Hartwig Lemme die Kritik. Die Ortschaftsräte diskutierten auch, ob freie Flächen durch weiße Markierungen gekennzeichnet werden sollten. Teilweise werde sogar auf den Gehweg gefahren, um den Gegenverkehr passieren zu lassen, wussten die Mitglieder des Gremiums. „Das ist großes Chaos“, stellte Uwe Witte abschließend fest.

Von Monika Schmidt

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