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Sanierungsbedürftiger Soldat

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Von: Monika Schmidt

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ein Denkmal mit viel Grünspan überzogen
Das Denkmal mit dem trauernden Soldaten vor der Kirche in Klötze ist sanierungsbedürftig. © Monika Schmidt

Das Denkmal mit dem trauernden Soldaten vor der evangelischen Kirche in Klötze ist sanierungsbedürftig.

Klötze – „Das Ehrenmal vor der Kirche ist in einem saumäßigen Zustand.“ Das sagte Bernd Hamann im jüngsten Klötzer Ortschaftsrat. Er sei von zwei Personen unabhängig voneinander angesprochen und auf den Zustand aufmerksam gemacht worden, informierte er. Daraufhin hat sich das Ortschaftsratsmitglied den Soldaten vor der Kirche und die Gedenktafeln einmal genauer angesehen. „Die Schrift auf den Tafeln kann man gar nicht mehr lesen, die Tafeln müssen überarbeitet und die Schrift erneuert werden“, bat Bernd Hamann bei der Sitzung. Auch Moos und Dreck am gesamten Denkmalskomplex fielen ihm ins Auge. „Da müsste unbedingt mal etwas gemacht werden“, wünschte er sich. Hamann erinnerte daran, dass der Ortschaftsrat sehr viel über das Moselgrab diskutiert hatte, bis eine Lösung gefunden wurde. „Und das Denkmal vor der Kirche wird vernachlässigt“, so Hamann. Das dürfe nicht sein.

An Kosten gescheitert

Bei zwei Kranzniederlegungen jedes Jahr, am Volkstrauertag und zum Gedenken an den Bombenangriff am 22. Februar 1945, steht das Ehrenmal vor der Kirche im Blickpunkt – dann fällt sein Zustand auch den Vertretern von Stadt- und Ortschaftsrat ins Auge. Schon vor Jahren war eine Sanierung vom Ortschaftsrat ins Gespräch gebracht worden, scheiterte aber an den Kosten. Nun startete Bernd Hamann einen neuen Anlauf. Das damals noch als Kriegerdenkmal bezeichnete Ehrenmal wurde am 18. Oktober 1925 feierlich enthüllt. Nach langem Disput hatten sich die Klötzer entschieden, das Denkmal vor der evangelischen Kirche aufzustellen, heißt es in der Stadtchronik von Heinrich Bettinghausen.

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