Förderverein schritt zur Tat: Elektrozaun für Teich im Klötzer Tiergehege

Damit das Brüten gelingt

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Frohen Mutes kamen sie gestern zum ersten Arbeitseinsatz des neuen Tiergehege-Fördervereins zusammen (v.l.): Vorsitzender Lothar Schulze, Tierpfleger Karsten Langleist, Udo Tiedge, Horst Kamieth und Bernd Hamann. Etwas später stieß noch Uwe Witte hinzu.

Klötze. Einen Teich voller Gänse- und Entenküken – das wünschen sich die Mitglieder des Fördervereins Tiergehege und Streichelzoo für das bevorstehende Frühjahr.

Damit das auch gelingt, schritten die Förderer gestern Vormittag bei ihrem ersten Arbeitseinsatz gemeinsam mit Tierpfleger Karsten Langleist im Klötzer Tiergehege zur Tat.

Gute Aussichten: Der Ganter (hinten) weicht seiner neuen Gattin nicht mehr von der Seite.

Mit Motorsäge, Astschere und Harke wurde zunächst dem dichten Strauchwerk rings um dem Teich zu Leibe gerückt, um im Anschluss einen Elektrozaun aufstellen zu können. „Wenn wir das nicht tun, könnten wir unseren Plan gleich vergessen“, zeigte sich Horst Kamieth, im Förderverein Fachberater für Wildtiere und Natur, im AZ-Gespräch überzeugt. So hatten sich Fuchs, Marder und Co in der Vergangenheit so manches Mal im einst üppigeren Federviehbestand der Einrichtung bedient. Übrig geblieben war lediglich ein alter Pommerngans-Ganter („Der stammt wahrscheinlich noch aus der Zeit von Hubert Reinecke“), der mittlerweile eine junge Partnerin bekommen hat. Daneben schaffte der Verein drei legefreudige Laufenten aus privater Zucht an. „Und dann haben wir noch zwei kupierte Stockenten von Detlef Täger aus Wenze erhalten“, zählt Kamieth auf. Die beiden flugunfähig gemachten Weibchen haben zur Freude der Vereinsmitglieder auch schon Herrenbesuch aus der Wildnis bekommen. Um der Hinweistafel am Gehegerand wieder gerecht zu werden, soll auch wieder ein Höckergans-Pärchen Einzug halten. „Eine Gans haben wir schon in Aussicht, wir sind jetzt noch auf der Suche nach einem Ganter“, erklärt Kamieth.

Damit die Bedingungen für die neuen Teichbewohner stimmen, sollen noch Bruthöhlen für die Enten gebaut, Gras für die Gänse eingesät und der Teich ausgebaggert werden. Letzteres „soll zusammen mit der Stadt bis März realisiert werden“, blickte Fördervereins-Vorsitzender Lothar Schulze voraus. Auch ein Taubenhaus könne er sich gut vorstellen, doch bevor es weitere Pläne gibt, müsse zunächst der Haushalt der Stadt beschlossen werden.

Parallel sind die Förderer auf der Suche nach weiteren Sponsoren. Aktuell unterstützen unter anderem die Milcherzeugergenossenschaft Klötze sowie die Agrargenossenschaften Immekath („Jeetzequelle“), Kusey („Dr. Schultz-Lupitz“) und Lockstedt den Verein.

Von Matthias Mittank

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