Nur mit Gesichtsschutz

Corona: Ungewöhnliche Maßnahme in der Klötzer Stadtapotheke

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Apothekerin Christine Harms (l.) und ihre Kollegin, die Pharmazie-Ingenieurin Christel Müller, schützen die Patienten und sich selbst durch Helme mit Gesichtsschutz.

Klötze – Es wirkt wie eine Szene aus einem Film, wie die Mitarbeiter der Stadtapotheke in Klötze derzeit die Patienten und Kunden bedienen.

Während beispielsweise Verkäuferinnen an Supermarktkassen hinter Plexiglasscheiben vor der Tröpfcheninfektion durch Viren geschützt werden sollen, tragen die Apothekerin Christine Harms und ihre Kolleginnen Helme mit Gesichtsschutz. „Damit schützen wir uns selbst und natürlich auch die Patienten“, erklärt Christine Harms. Schließlich ist die Apotheke auch während der Corona-Krise wie gewohnt geöffnet, das Notdienstsystem an den Wochenenden bleibt auch bestehen.

„Wir haben viele chronisch kranke und immungeschwächte Patienten, die Therapien erhalten und diese möchten wir natürlich nicht im Stich lassen und weiter versorgen“, begründet Christine Harms die Auswahl des Schutzes. Darüber hinaus würden die Räume alle halbe Stunde gründlich gelüftet und die Helme regelmäßig gesäubert und desinfiziert. „Auch das trägt dazu bei, dass wir alle möglichst gesund bleiben.“

Wie für alle Mitmenschen, die Kriege und Nachkriegszeiten nicht erlebt haben, stellt die Corona-Pandemie sie und ihre Mitarbeiterinnen ausgerechnet im 30. Jahr nach dem Schritt in die Selbstständigkeit vor besondere Herausforderungen. So etwa, dass die Preise für Mundschutz und Desinfektionsmittel geradezu explodiert und um ein Vielfache gestiegen seien. „Wir wollen uns aber der Sache stellen, und die Patienten weiterhin gut versorgen.“

Als sehr positiv bewertet Christine Harms, dass die Kunden sich sehr bewusst verhalten und die Hinweise zum richtigen Verhalten, die auf dem großen Aufsteller vor dem Eingang vermerkt sind, absolut akzeptieren. „Sie achten, darauf, dass nie mehr als zwei Personen in der Apotheke sind und halten auch den empfohlenen Abstand ein.“

Und dann ist der Klötzer Apothekerin noch etwas – durchaus Positives – aufgefallen: „Die Freundlichkeit hat zugenommen. Viele Leute wünschen einem alles Gute und, dass man gesund bleiben soll“, bedankt sich Christine Harms für die netten Wünsche.

VON MEIKE SCHULZE-WÜHRL

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