Bundesfördermittel für Klötze

Bessere Aufenthaltsqualität in der Bibliothek

Eine Frau sitzt an einem Schreibtisch vor einem Computer
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Klötzes Bibliotheksleiterin Ilka Prager zeigt einen der alten Internetcomputer, der demnächst durch ein modernes Gerät ersetzt werden soll.
  • Monika Schmidt
    VonMonika Schmidt
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32500 Euro kann die Klötzer Stadt- und Kreisbibliothek für das Programm WissensWandel ausgeben. Damit soll die Aufenthaltsqualität in der Einrichtung verbessert werden.

Klötze – „Das Haus soll eine Heimat sein.“ Das ist der große Wunsch der Klötzer Bibliotheksleiterin Ilka Prager. Und sie setzt alles daran, diesen Wunsch für die Klötzer Stadt- und Kreisbibliothek umzusetzen. Deshalb hat sich die Bibliotheksleiterin viel Zeit genommen und intensive Arbeit daran gesetzt, um Fördermittel aus dem Bundesprogramm WissensWandel zu bekommen. Unterstützung gab es dabei von der Stadt Klötze, besonders von Thomas Hecht, der sich mit der technischen Ausstattung bestens auskennt. „Für mich war das alles Neuland“, zeigt Ilka Prager auf den dicken Ordner, der sich allein auf diesen Fördermittelantrag bezieht. Umfangreiche Papiere mussten ausgefüllt werden. Am Ende mit Erfolg: Ende Oktober konnte die Stadt die Mittel abrufen: 29 000 Euro stellt der Bund zur Verfügung, dazu kommen 3500 Euro an Eigenmitteln der Stadt. Mit diesen insgesamt 32 500 Euro soll der Bibliothek der „Neustart Kultur“, so der Untertitel des Programms, ermöglicht werden. Der Schwerpunkt liegt auf der Digitalisierung. So soll als Erstes die gesamte Einrichtung mit W-Lan-Empfang ausgestattet werden. Dann werden Punkte geschaffen, an denen die Besucher sich mit ihren Smartphones über einen QR-Code in das W-Lan-Netz einloggen können. Denn oberstes Ziel für die Zukunft ist es, die Aufenthaltsdauer der Nutzer in der Bibliothek zu verlängern. Für Erwachsene ist dies in Lesenischen möglich, in denen sie auch im Internet surfen können. „Wir wollen mehr Aufenthaltsqualität bieten, damit die Besucher mit ihren mobilen Geräten in der Bibliothek arbeiten können“, sagt Ilka Prager. Das gilt auch für Kinder und Jugendliche, die die Einrichtung in Zukunft verstärkt am Nachmittag für die Hausaufgaben nutzen können. Was sie nicht in Buchform zum Lösen der Aufgaben finden, können sie sich dann über geeignete Kindersuchmaschinen aus dem Internet zusammensuchen. „Heutzutage müssen ja schon die Grundschüler Vorträge ausarbeiten“, weiß Ilka Prager. Mit Unterstützung der technischen Möglichkeiten in der Bibliothek soll das in Zukunft leichter gelingen.

Computer, Tablets und Laptops werden gekauft

Über das Förderprogramm werden neben dem W-Lan-Netz zwei moderne Internetanlagen mit Vorlesefunktion für die Erwachsenen- und die Kinderbibliothek angeschafft. Außerdem ist der Kauf von Tablets vorgesehen, mit denen die Nutzer den Umgang mit Apps und der Digitalisierung insgesamt üben können. Für die Mitarbeiter werden zwei neue Laptops angeschafft. Ilka Prager hofft auch, dass das wegen Corona im vergangenen Jahr ausgefallene Digital-Café in Zusammenarbeit mit dem Altmarkkreis bald seine Arbeit aufnehmen kann. Es soll vor allem Älteren helfen, sich in der digitalen Welt zurechtzufinden.

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