Klötzer Linke werten Nominierung des Bundestags-Direktkandidaten aus

Chancen realistisch eingeschätzt

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Die Nominierungsveranstaltung in Kalbe, bei der Matthias Höhn als Direktkandidat für die Bundestagswahl bestimmt wurde, werteten am Donnerstag die Klötzer Linken aus. 

mm Klötze. Die Nominierung des Bundestagsdirektkandidaten für die Altmark in Kalbe werteten die Mitglieder der Klötzer Linkspartei am Donnerstagabend im Goldenen Löwen aus.

Die Mehrheit der Delegierten hatte sich für den Bundesgeschäftsführer Matthias Höhn ausgesprochen. 

 „Dass die Altmark durch einen Berufspolitiker vertreten wird, finde ich nicht so gut“, sagte Joachim Klabis. Ihm wäre es lieber gewesen, wenn „ein bekanntes Gesicht aus der Altmark oder aus dem Kreis“ angetreten wäre. Bei kurzem Überlegen stellten die Mitglieder aber fest, dass ihnen dazu derzeit kein geeigneter Name einfallen würde. „Wir waren ja nicht mal in der Lage, einen Bürgermeister-Kandidaten zu stellen“, erinnerte Ulrich Koppe. Darum sollten sich die Mitglieder besser kümmern, wünschte er sich.

Bernd Hamann stellte fest, dass die beiden Bewerber nicht die gleichen Chancen gehabt hatten, da schon im Vorfeld, auch von der derzeitigen Bundestagabgeordneten Katrin Kunert, stets auf Höhn als Nachfolger gezielt wurde. „Das fand ich nicht richtig“, gab Hamann seine persönliche Ansicht wieder. Stefan Thodte dagegen war vom zweiten Bewerber, Holger Köhne, „nicht überzeugt. Ihm ging es nicht um die Partei“, stellte Thodte fest. Der Klötzer schätzt die Chancen bei der Wahl realistisch ein: „Aufs Direktmandat zu spekulieren, wäre vermessen. Deshalb sollte er einen guten Listenplatz bekommen“, so der Wunsch von Stefan Thodte. Die Ergebnisse der vorigen Bundestagswahl zugrunde gelegt, müsste das mindestens Listenplatz vier sein, hatte Wolfgang Mosel ausgerechnet. Sollten bei der Wahl im September allerdings mehr Parteien als bisher in das Parlament einziehen, verringern sich die Fraktionsgrößen, sodass diese Berechnung reine Spekulation sei, gab Gudrun Brandt zu bedenken.

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