Fehlende Gastronomie stößt vor allem am Wochenende die Touristen vor den Kopf

Ein Café für das Kunrauer Schloss

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Im Kunrauer Schloss sind derzeit viele Räume ungenutzt. Einer davon könnte als kleines Café hergerichtet werden, um den Besuchern der Ausstellungen auch mal eine Tasse Kaffee und ein Stück Kuchen anbieten zu können.

Kunrau. Die fehlende Gastronomie im Drömling ist nicht nur bei der derzeitigen Erstellung des Tourismuskonzeptes ein Problem und soll durch Ideen und Projekte abgestellt werden. Wenn die Region mehr Besucher anlocken möchte, kann sie ihnen nicht nur die schöne Natur bieten.

Es muss auch ein bisschen etwas „Drumherum“ sein. Das haben nicht nur die Planer des beauftragten Projektbüros für das Tourismuskonzept festgestellt. Den Anfang für mehr „Drumherum“ haben der Fremdenverkehrsverein Jeetze-Ohre-Drömling und der Kultur Klub Drömling (KKD) schon gemacht: Der Kultursonntag und die Bilderausstellungen im Kunrauer Schloss sind fester Bestandteil des kulturellen Lebens in der Region geworden. Mit namenhaften Künstlern und niveauvollen Programmen werden auch Besucher von weiter weg nach Kunrau gelockt, beispielsweise zum großen Schlossfest im Sommer.

Und: Wer seit dem vergangenen Jahr am Sonntag kommt, steht nicht mehr vor verschlossenen Türen. Über den KKD wird jeden Sonntagnachmittag die Öffnung des Schlosses abgesichert. Aber die Besucher vermissen ein gastronomisches Angebot, das wurde am Donnerstagabend bei der Mitgliederversammlung des Fremdenverkehrsvereins deutlich. „Die umliegende Gastronomie in Immekath oder Kusey ist für Radfahrer zu weit weg“, stellte Ortsbürgermeister Uwe Bock fest. Wenn es ein kleines Café im Schloss geben würde, wäre das ideal. Er regte an, mit der Stadt Klötze als Hausherr über die Idee zu sprechen.

Die Idee des Cafés wurde von den Mitgliedern des Vereins und von René Schneider als Vertreter des KKD sofort aufgegriffen. „Es würde für den Anfang ja schon reichen, einen Raum im Schloss herzurichten, in den man die Besucher zum Kaffeetrinken hineinbitten kann, ohne dass erst Tische und Stühle geschleppt werden müssen“, regte der KKD-Vorsitzende an. Denn auch der Kulturklub Drömling habe die Erfahrung gemacht, dass viele Besucher am Nachmittag gern eine Kaffeepause im Schloss einlegen würden.

Auch im Vorstand des Fremdenverkehrsvereins wurden diese Überlegungen schon thematisiert, berichtete Vorsitzender Horst Kricheldorf. Allerdings fehle es an Freiwilligen, die die Besucher betreuen. Zwar wäre es nicht das Problem, vom Kuseyer Bäcker Torsten Spiegler am Sonntag beliefert zu werden, schätzte Horst Kricheldorf ein, „aber wir können das nicht auf blauen Dunst machen, sondern nur für angemeldete Besucher.“ Christian Hinze-Riechers als Vertreter der Verwaltung meldete Bedenken an, wenn der Verein die Besucher bewirte. Besser wäre es, das in Form eines Betriebes zu machen. Zumal zuvor geklärt werden müsse, welche Auflagen dafür einzuhalten sind. „Für einen Gastronomen rechnet sich das nicht“, war René Schneider überzeugt. Er favorisierte die Idee, die Bewirtung der Gäste anfangs über die Vereine laufen zu lassen und abzuwarten, wie sich das entwickelt. Die kleine Sitzgruppe, die der KKD im Obergeschoss des Schlosses vor den Ausstellungsräumen aufgestellt hat, werde schon jetzt von den Besuchern sehr gut angenommen.

Von Monika Schmidt

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