Den Drömling als Modell gebastelt

Bundesweites Junior Ranger-Treffen im Schwarzwald

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Aus Naturmaterialien bastelten die Junior Ranger von Sabine Wieter (r.) aus dem Drömling, wie sich ihr Naturpark landschaftlich darstellt. Insgesamt waren 22 Naturparks bei dem bundesweiten Treffen vertreten.

Drömling. Ausgesprochen reiselustig sind in diesem Sommer die Junior Ranger der Naturparkverwaltung Drömling. Nachdem sie zunächst zu einem internationalen Jugendaustausch im Partner-Naturpark Welski bei Lidzbark waren (wir berichteten), ging es kurze Zeit später schon wieder auf Tour:

Dieses Mal zum bundesweiten Junior Ranger-Treffen in den Schwarzwald. Sabine Wieter, Öffentlichkeitsbeauftragte der Oebisfelder Naturparkverwaltung und Leiterin der Junior Ranger-Gruppen, berichtet von einem anstrengenden, aber sehr schönen Treffen. Mit elf Stunden Fahrt war schon die Anreise am Freitag recht lang. „Erschöpft, aber voller Neugier trafen wir auf dem Zeltplatz Wacht in Bernau ein. “ Insgesamt 200 Kinder und ihre Betreuer aus 22 Naturparks bauten ihre Zelte auf.

Seit zehn Jahren führen bei den Treffen Lars und Lotta als Sympathiefiguren durch die Treffen. Auch dieses Mal wurden die Junior Ranger von den beiden begrüßt. „Wir hatten im Vorfeld die Aufgabe, eine Figur eines Südschwarzhinterwälders mitzubringen, so wir wie sie uns vorstellen. Nele Abagat aus Oebisfelde hatte einen tollen Waldschrat gebastelt und Michel Ritter brachte eine selbst gebaute Kuh mit Flügeln, also ein Fabelwesen, mit. Vor allen Teilnehmern durften sie ihre Figuren vorstellen. Es stellte sich heraus, dass es sich beim Südschwarzhinterwälder um eine regionale Kuhrasse handelt“, berichtet Sabine Wieter.

Auch ein bisschen Kunst war gefragt: So bauten die Junior Ranger aus dem Drömling aus Naturmaterialien Insekten, die dann an Leinen aufgehängt wurden. In einem Modell stellten die Kinder aus dem Drömling die Besonderheiten ihres Naturparks, ebenfalls aus Naturmaterialien, dar.

Am Sonntag ging es auf Wanderschaft in die Hügellandschaft. „Wir mussten bei einer zehn Kilometer langen Wanderung 300 Höhenmeter überwinden“, erzählt Sabine Wieter weiter. Unterwegs traf sich die Gruppe mit einem Förster, der mit den Kindern Bäume bestimmte. Außerdem gab es ein Quiz am Stand des Biosphärengebietes und ein Modell, an dem das Melken ausprobiert werden konnte. „Wir besuchten auch das Museum Resenhof, wo uns eine echte Schwarzwälder Koryphäe Typisches aus dem Schwarzwald von früher und heute zeigte und erklärte“, so Sabine Wieter weiter. Auf der Strecke gab es mehrere Kneipp-Becken, wo sich die Wanderer erfrischen konnten. „Die tollen Aussichten entschädigten für die kleinen Anstrengungen beim steilen Aufstieg.“

Zwischendurch gab es viele Herausforderungen gegen Lars zu bewältigen: Liegestütze, Armdrücken, Tisch überwinden, Pfeifen, Wettrennen bergauf und anderes. Für jede Aufgabe gab es Buttons mit Motiven. „Unsere Gruppe hat es geschafft, den ganzen Buttonsatz, also 27 Stück, zu sammeln“, ist Sabine Wieter stolz auf ihre jungen Mitreisenden. Alle sind schon gespannt auf das nächste bundesweite Junior-Ranger-Treffen 2019 im Nationalpark Sächsische Schweiz. Dorthin ist die Anreise dann für die Oebisfelder auch nicht ganz so weit.

Von Monika Schmidt

Den Drömling als Modell gebastelt

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