Seniorenverantwortliche der Einheitsgemeinde Klötze sprachen über Probleme in den Orten

Bürokratie und Barrierefreiheit

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Seniorenvertreter aus der Einheitsgemeinde Klötze trafen sich im Klötzer Rathauskeller, um über Probleme bei der ehrenamtlichen Arbeit zu reden und zu diskutieren.

Klötze. Viel Bürokratie, Probleme mit der Barrierefreiheit sowie Sorgen mit der Gewinnung von ehrenamtlichen Seniorenvertretern – diese drei Themen standen gestern im Mittelpunkt der alljährlichen Zusammenkunft der Seniorenvertreter aus den Dörfern der Einheitsgemeinde Klötze.

Ute Nölle berichtete über die Arbeit. Uwe Bartels hörte zu.

Hannelore Reinecke, stellvertretende Kreisseniorenbeiratsvorsitzende, hatte die Verantwortlichen aus den Ortsteilen in den Sitzungsraum des Klötzer Rathauskellers eingeladen und konnte dazu auch Bürgermeister Uwe Bartels begrüßen. Kreisvorsitzende Ute Nölle berichtete zunächst über die Arbeit der Kreisseniorenvertretung und zog das Fazit, dass die Seniorenheime in der westlichen Altmark sich in einem guten Zustand befinden. Allerdings verschwieg sie nicht, dass es auch Wartezeiten in den Häusern gibt. Wie sie weiter betonte, gehört nicht nur der Besuch in Seniorenheimen zu den Aufgaben des Beirates. Auch mit dem öffentlichen Personennahverkehr befassen sich die vier Vorstandsmitglieder. Dazu gehört die ständige Kontrolle von Buswartestellen. Dabei betonte die Vorsitzende, dass der Vorstand sich der Probleme, Sorgen und Unstimmigkeiten annimmt, mit den Verantwortlichen in den Kommunen darüber spricht und versucht, die Anfragen zu lösen. „Manchmal kommen wir bei den Themen schnell zum Ziel, aber manchmal bedarf es mehrerer Anläufe“, merkte Nölle an. Um die Arbeit und Betreuung mit den gestandenen Frauen und Männern zu verbessern, läuft derzeit ein Programm, und zwar Örtliches Teilhabemanagement. Hannelore Reinecke arbeitet dabei sehr intensiv mit.

Das Problem der eingetragenen Vereine und der Gewinnung von ehrenamtlichen Bürgern in den Orten sprachen Edda Behne aus Kunrau und auch Karl-Heinz Heptner (Neuendorf/Lockstedt) an. „Macht das mit dem Verein nicht, damit habt ihr nur Lauferei und Probleme“, riet Hannelore Reinecke und nannte das Beispiel eines Seniorenvereins, der sich wieder auflösen möchte, weil es zu viel Bürokratie unter anderem mit dem Finanzamt gibt. Edda Behne sprach diese und das Problem mit der Gewinnung von Ehrenamtlichen an und sagte, dass es immer schwieriger wird, Personen für die Seniorenarbeit zu finden. „Bei mir in Kunrau sind sechs Leute aus dem Vorstand aus Altersgründen ausgetreten und es gibt keine Nachfolger“, betonte sie. Anders sieht es in Lockstedt-Neuendorf aus. Dort hat Karl-Heinz Heptner mit Regina Bromann eine Nachfolgerin für die Seniorenbetreuung gefunden. Das Thema Barrierefreiheit stand auch zur Diskussion. Hannelore Reinecke hat dazu einen Rundgang durch Klötze gemacht und kam zu der Erkenntnis, dass es ihrer Heimatstadt viele Rampen gibt und die Kommune gut aufgestellt ist. Margrit Schnüber (Klötze) machte diesen Rundgang mit einem Kinderwagen und stellte Probleme an der Salzwedeler Straße fest. Ein kleines Sorgenkind ist der Seniorentreff im Obergeschoss der früheren Klötzer Feuerwache. „Wer zu uns will, schafft die Treppe“, meinte Schnüber. Doch Bürgermeister Uwe Bartels hat da eine barrierefreie Lösung im Auge. Welche? Das wollte er gestern noch nicht verraten.

Von Henning Lehmann

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