Streckennetz touristisch nutzen

Bürgerbahn als Modell für die Altmark

Klötze. „Wenn die es nicht machen, dann machen wir es eben selbst. “ Das ist das Motto von Gerhard J. Curth, Geschäftsführer der Deutschen Regionaleisenbahn (DRE) und Vorsitzender des Bahnkundenverbandes (DBV).

Letzterer hatte gestern in Form der Ortsgruppe Wendland-Altmark zum Draisinenfest nach Klötze eingeladen. Am Rande dessen erklärte Curth, welche Pläne es für die Bahnstrecke in der Altmark für die Zukunft gibt. „Am 7. November wird beim Bürgerbahnprojekt entschieden, in welche Kategorie es kommt“, erklärte Gerhard Curth im AZ-Gespräch.

Das Bürgerbahn-Projekt ist von der Idee des Bürgerbusses abgeleitet, um die Mobilität im ländlichen Raum zu sichern, und wird bereits seit Jahren erfolgreich im südlichen Brandenburg praktiziert. Träger ist ein Förderverein, finanzielle Fördermittel gab es aus dem Leaderprogramm. Über den Verein wird ein Fahrzeug angeschafft, Ehrenamtliche kommen als Personal zum Einsatz.

Der Deutsche Bahnkundenverband (DBV) sieht in dem Projekt Bürgerbahn auch eine Chance für die Altmark und das Wendland, zum Beispiel könnte es zwischen Salzwedel und Arendsee saisonal im Sommer regelmäßigen Fahrten geben, stellte Gerhard Curth eine Idee vor. „Zunächst müssen wir aber einen Förderverein für die ganze Region gründen“, erklärt Thorsten Hensel, Vorstand des Fahrgastrates Wendland. Darin sollen sich Bürger, Kommunen und Betriebe einbringen. „Der Verein könnte die Kommunikationsschwierigkeiten ausräumen, die es offensichtlich zwischen einzelnen Gruppen gibt“, betonte Hensel weiter. Denn die Ideen von DBV und DRE stoßen bei Kreis und Kommunen nicht immer auf Zustimmung. So sieht der Altmarkkreis das Angebot des Öffentlichen Personennahverkehrs mit Bussen als ausreichend an, die Bahnfreunde würden gern die Schiene nutzen, um Touristen mit der Bürgerbahn zu befördern.

Von Monika Schmidt

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare