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Streit um die Schließung der Kuseyer Grundschule geht weiter

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Von: Monika Schmidt

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ein Schulgebäude mit einem Spielplatz davor
Obwohl die Schule in Kusey nur noch bis zum Sommer betrieben werden soll, wurde noch in Brandschutztüren investiert. © Monika Schmidt

Die Diskussion um die Schließung der Kuseyer Grundschule ist noch nicht beendet.

Kusey – Im Kuseyer Ortschaftsrat griffen die beiden Stadträte Thomas Mann und Wolfgang Mosel das Thema am Montagabend noch einmal auf. Dass im Hauptausschuss in der vergangenen Woche keine Kosten für den geforderten Einbau von Brandschutztüren benannt wurden (AZ berichtete) und die Verwaltung die Stadträte zudem nicht im Vorfeld über die Maßnahme informiert hatte, erzürnte die beiden Kuseyer. „Aus meiner Sicht ist fatal, was da abläuft“, sagte Thomas Mann. Wolfgang Mosel bezeichnete den Vorgang als „unerhört“. Beide stellten den Beschluss des Stadtrates infrage.

Wie Thomas Mann den Ortschaftsräten berichtete, hatte er sich in den Sommerferien die Bauarbeiten in der Schule angesehen. Die Schulleitung wusste von nichts, es seien Schränke und Eigentum der Schüler beschädigt und nicht geschützt worden, teilte er mit. „Es ist alles eingestaubt“, berichtete Thomas Mann und schlussfolgerte: „So kann man nicht mit Partnern umgehen, das geht nicht.“ Als Stadtrat und als Mitglied des Elternrates der Schule sei er empört, dass die Stadt nicht über die Auflagen informiert hatte. „Wir wurden belogen. Denn auch wenn man etwas nicht sagt, ist das für mich lügen“, machte der Kuseyer deutlich.

Der Beschluss zur Schulschließung müsse noch einmal überdacht werden, forderten sowohl Thomas Mann als auch Wolfgang Mosel. „Das ist ein Komplettversagen der Verwaltung und das Fernsteuern eines Beschlusses“, erhob Thomas Mann schwere Vorwürfe.

Diese wurden von Wolfgang Mosel ergänzt: „Ich fühle mich als Stadtrat und stellvertretender Ortsbürgermeister von der Verwaltung bewusst getäuscht“, erklärte er. Mosel fordert den Stadtratsvorsitzenden auf, „zügig eine Sondersitzung einzuberufen, damit sich der Bürgermeister den Stadträten erklären kann“. Der Kuseyer befürchtet, dass die Stadt mit dieser Maßnahme, in ein Gebäude zu investieren, dessen Schließungstermin feststeht, in das Schwarzbuch der Steuerzahler wegen Steuergeldverschwendung aufgenommen werde. Wolfgang Mosel hätte sich zudem vom Stadtrat statt der Schließung der Schule Beschlüsse zur Stärkung des Standortes Kusey gewünscht, in dem ja immerhin gerade erst eine komplett neue Kindertagesstätte eröffnet wurde.

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