Der Bronzestar in Klötze

John Rogers (r.) begleitete Anthony Vecchio, Enkel des gefallenen 1st Sergeant Mac Donald, und Bob Holliday, Sohn des Captain Karl Holliday, in die Altmark. Beide präsentierten den Bronzestar mit Tapferkeitsmedaille.

Klötze – Von Peter Lieske. Es war wohl einer der bewegendsten Momente im Leben von Bob Holliday. Am Freitag suchte der Mann aus den USA den Ort auf, an dem sein Vater Karl Holliday am 13. April 1945 in einem Hinterhalt bei Zichtau gefallen war.

An der Seite des Captains starb damals auch 1st Sergeant Andrew Mac Donald. Sein Enkel Anthony Vecchio war ebenfalls in die Altmark gereist, um diesen Ort kennen zu lernen.Den Soldaten der US Army, Captain Karl Holliday und 1st Sergeant Andrew MacDonald wurde in diesem Jahr der „Bronze Star with V device“, die vierthöchste militärische Auszeichnung in den USA, posthum verliehen. Um allen Helfern, die diese Auszeichnung ermöglichten, zu danken, hatte John Rogers am Freitagabend ins Hotel Braunschweiger Hof in Klötze eingeladen.

Der erste Ansprechpartner in Klötze war Klaus Hilmer. Dieser zog den Dolmetscher Carsten Behrend hinzu. Und so machten sie sich auf den Weg, den fraglichen Ort bei Klötze zu suchen. Unterlagen vom damaligen Einsatz hatte John Rogers reichlich mitgebracht. Über die damalige Weggabelung Schwiesau, der heutigen Kreuzung, fanden sie nach Zichtau. Dort half ihm Bürgermeisterin Astrid Läsecke weiter. Sie holte sich Unterstützung von den Heimatforschern, den Brüdern Johannes und Georg Schwarz aus Schwiesau, Günter Gräfe aus Zichtau, Lothar Könnecke aus Wiepke und Hermann Beckmann aus Estedt.

Alle Genannten hatte John Rogers eingeladen. Auf diese Weise kamen 65 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges Amerikaner und Deutsche in herzlicher Atmosphäre ins Gespräch.

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