Julia und Janusz Schmidt planen drei Tage Programm / Bewerbungen zur Blütenkönigin bis 29. Februar

Blütenfest kommt nach Klötze zurück

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Julia und Janusz Schmidt wollen das Blütenfest wiederbeleben.

Klötze. „Die Planung ist in vollem Gang“, verrät Julia Schmidt von der Klötzer Kulturfabrik (KuFa) zum Blütenfest, das nach vielen Jahren vom 27. bis 29. Mai in die Purnitzstadt zurückkehren soll. „Das war immer etwas Besonderes.

Es ist einfach schade, dass es so lange kein Blütenfest mehr gab“, blickt Janusz Schmidt, der sich noch gut an das einst in Klötze-Süd stattfindende Fest erinnern kann, zurück. „Es war eine gemeinsame Veranstaltung von den Anwohnern und der Hasselbusch-Plantage“, weiß er.

Janusz und Tochter Julia Schmidt wollen das Blütenfest nach 17 Jahren Pause wiederbeleben. „Das ist ein Klötzer Traditionsfest. Wir wollen Dinge so aufgreifen, wie sie auch damals waren“, umreißt Julia Schmidt das Konzept. So soll sich die Veranstaltung wie früher über drei Tage erstrecken. Freitag, 27. Mai, startet das Programm um 17 Uhr mit einem Tanzabend. Sonnabends beginnt das Blütenfest um 10 Uhr mit Angeboten für die ganze Familie mit Musik am Nachmittag. Abends gibt es eine Abendveranstaltung mit einer Live-Band. Der Sonntag, 29. Mai, soll dann von 10 bis etwa 17 Uhr Angebote für jede Altersgruppe vorhalten. Neu ist, dass das Blütenfest nicht mehr in Klötze-Süd über die Bühne geht, sondern ans Eichholz zieht. „Wir sperren die Straße ab und haben auch noch Platz auf den Wiesen“, sagt Janusz Schmidt. Die Abendveranstaltungen finden in den Räumen der Kulturfabrik, der IMK-Halle, statt.

Höhepunkt des Festes soll ganz traditionell die Krönung der neuen Blütenkönigin sein. Mädchen und Frauen aus der Einheitsgemeinde Klötze, die den Titel gerne tragen möchten, können sich dazu bis zum 29. Februar mit einem Foto und einem kurzen Text, in dem sie sich kurz vorstellen und erzählen was sie dazu bewegt Blütenkönigin 2016 sein zu wollen, bewerben. Die Bewerbung geht an die E-Mail info@imk-kloetze.de. „Die Blütenkönigin wird das Fest repräsentieren. Sie sollte Spaß an der Sache haben und heimatverbunden sein“, zählt Julia Schmidt auf und Janusz Schmidt fügt hinzu: „Sie wird dazu auch mit einem richtigen königlichen Kleid ausgestattet.“ Eine Jury wird aus den Bewerbungen die neue Königin auswählen. Manja Könnig als vorerst letzte Regentin feierte übrigens auf dem Blütenfest 1998 ihren 23. Geburtstag.

Da die Organisatoren ein Fest für die Region veranstalten möchten, hoffen sie auf Unterstützung der Einwohner. „Wir suchen ortsansässige Vereine, die sich bereiterklären uns bei unserem geplanten Traditionsfest zu unterstützen“, erklärt Julia Schmidt. Denn neben den Auftritten der Musiker und Künstler sollen vor allem die Klötzer Gelegenheit haben sich zu präsentieren. Zudem können Gastronomen und Gewerbetreibende ihre kulinarischen Standideen und Produkte auf dem Blütenfest bewerben. Auch Kunsthandwerker aus dem Klötzer Bereich sind willkommen, so die Veranstalter. Für die geplanten Kremserfahrten vom Blütenfest ins Grüne suchen Julia und Janusz Schmidt noch Fuhrbetriebe sowie eine Kutsche für die Blütenkönigin. Wer Interesse hat, sich auf dem Blütenfest zu präsentieren, kann sich unter Tel. (0 39 09) 4 80 60 und unter der bereits genannten E-Mail-Adresse melden.

Übrigens: Vom 8. bis 10. Mai 1998 ging das vorerst letzte Blütenfest in Klötze über die Bühne. Zum ersten Mal lieferte die Plantage vom Hasselbusch keinen blühenden Hintergrund mehr und die Veranstaltung fand nur in Klötze-Süd statt. „Da war immer richtig was los zu DDR-Zeiten, aber zum Schluss, nach der Wende, wurde es immer weniger“, sagt Janusz Schmidt. Wie ein AZ-Artikel vom 11. Mai 1998 verrät, waren beim 22. Blütenfest alle Voraussetzungen für ein erfolgreiches Wochenende gegeben, doch der erhoffte Erfolg blieb aus. „Kommerzielles Fest ohne Resonanz – Blütenfest: So wenig war noch nie los“ lautete die Überrschrift. Nur noch wenige Gewerbetreibende und Schausteller waren nach Klötze gekommen. Auch die Besucher machten sich rar. „Das war nach 22 Jahren Blütenfest ein Begräbnis“, urteilte damals ein Würstchenhändler aus Magdeburg. Auch der damalige Bürgermeister der Stadt Klötze, Lutz Kahler, sah eine Wiederholung der Veranstaltung kritisch. Kurz nach dem Fest äußerte er im Hauptausschuss, dass seiner Ansicht nach, das Blütenfest mit dem Verlust der Plantage des Hasselbusches seinen Sinn verloren hätte.

Von Katharina Schulz

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