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Förderprogramm fürs Kunrauer Bad: Grundsatzentscheidung zum Erhalt fällig

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Von: Monika Schmidt

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ein leerstehendes Freibadgelände
Mit einem Förderprogramm des Bundes könnte das Kunrauer Freibad saniert werden. © Monika Schmidt

Soll für das Kunrauer Freibad ein Fördermittelantrag gestellt werden? Damit verbunden ist die Entscheidung des Klötzer Stadtrates, ob das Bad überhaupt erhalten werden soll.

Klötze / Kunrau – „Ich möchte die Stadträte auf ein neues Förderprogramm aufmerksam machen“, sagte Bürgermeister Uwe Bartels bei der ersten Sitzung des Hauptausschusses nach der Sommerpause. Denn die Bundesregierung hat ein neues Förderprogramm aufgelegt, mit dem kommunale Einrichtungen gefördert werden können. 476 Millionen Euro stellt der Bund dafür zur Verfügung. Das Förderprogramm passt ideal für das Vorhaben des Kunrauer Freibadfördervereins, um die Badeanstalt zu sanieren und das Schwimmbad wieder in seiner eigentlichen Funktion zu betreiben. Auch der Vorstand des Fördervereins hatte schon auf das Programm aufmerksam gemacht und der Stadt Unterstützung bei der Antragstellung angeboten. Als „neue Chance für das Kunrauer Schwimmbad“ bezeichnet Vorsitzender Robert Liebelt das Programm. Denn besonders die Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur soll gefördert werden. „Das ist die Chance, auf die wir gewartet haben“, stellte er fest. Es bestehe für „finanzschwache Kommunen“ die Gelegenheit, eine 75-prozentige Förderung zu erhalten. Für die restlichen 25 Prozent seien externe Geldgeber, Spenden und Eigenleistungen möglich, um den Eigenanteil der Kommune zu reduzieren. Das Programm sieht eine 20-jährige Zweckbindung vor. Damit das Programm für das Kunrauer Schwimmbad genutzt werden kann, müssen noch zwei Hürden aus dem Weg geräumt werden. Zum einen muss ein Vorantrag mit Projektskizze bereits bis Ende September eingereicht werden. Bis Ende Oktober bleibt Zeit, den Antrag mit Zahlen und Fakten zu ergänzen. Entscheidender für die Kunrauer Aktivitäten ist aber wohl die zweite Hürde: Dem Antrag muss ein positiver Beschluss des Stadtrates beigefügt werden. „Wir als Förderverein bieten hiermit unsere volle Unterstützung an, um die Möglichkeit zu schaffen, diese Förderung zu erhalten. Eigenleistungen, aber auch Spendenaufrufe können dazu beitragen, dass unser Schwimmbad erhalten bleibt“, bot Robert Liebelt der Verwaltung an. Entscheidend ist aber das Votum des Stadtrates. Und das soll bereits bei der nächsten Stadtratssitzung am 21. September fallen, kündigte Bürgermeister Uwe Bartels an. „Das wäre eine Möglichkeit für das Kunrauer Bad. Wir werden dazu mit dem Planer sprechen. Am 21. September soll der Stadtrat dann Stellung beziehen und einen Beschluss fassen“, sagte Uwe Bartels. Es wird also die Grundsatzentscheidung gefasst, ob die Stadt Klötze das Kunrauer Freibad sanieren und wieder in Betrieb nehmen möchte.

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