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„Bleiben Sie im Land“

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Hannes Krüger, Anne Müller und Martin Pieper (von links) sind die besten Gesellen der Sommerprüfungen in der Kreishandwerkerschaft Altmark.
Hannes Krüger, Anne Müller und Martin Pieper (von links) sind die besten Gesellen der Sommerprüfungen in der Kreishandwerkerschaft Altmark. © Sternitzke

Klötze. Die besten Auszubildenden der Sommerprüfungen 2013 im Handwerk heißen Anne Müller, Martin Pieper und Hannes Krüger. Das gab Geschäftsführer Bernhard Brauer gestern am Ende der Freisprechungsfeier der Kreishandwerkerschaft Altmark in Klötze bekannt.

Die 22-jährige Maler- und Lackierer-Gesellin aus Salzwedel (Ausbildungsbetrieb: Rüdiger Minde), der 21-jährige Tischlergeselle aus Ahlum (Ausbildungsbetrieb: Axel Pieper) und der 23-jährige Maurergeselle aus Wolmirstedt (Ausbildungsbetrieb: Krüger Hochbau) erreichten die Note zwei und besser.

Insgesamt wurden 38 Gesellinnen und Gesellen sowie vier Berufsabschlüsse für Bauten- und Objektbeschichter verabschiedet, darunter Metallbauer, Tischler, Maurer, Friseurinnen, Anlagenmechaniker für SHK-Technik, Bäcker, Maler und Lackierer.

„Bleiben Sie im Land“, forderte Burghard Grupe, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Magdeburg, den Nachwuchs auf. Der Abschluss biete ihnen beste Zukunftschancen. „Sie können sicher sein: Ihr Wissen und Können wird gebraucht. Denn in Sachsen-Anhalt und bundesweit steigt der Fachkräftebedarf. Immer mehr Handwerksbetriebe suchen händeringend nach Leuten und können wegen des Fachkräftemangels weniger Aufträge abarbeiten.“

Der Gesellenbrief sei die ideale Grundlage für ein Berufsleben. „Er ermöglicht Ihnen nicht nur die Anstellung in einem Betrieb, sondern ist auch Ausgangspunkt für diverse Weiterbildungsmöglichkeiten“, betonte der Hauptgeschäftsführer. Der Meisterbrief sei das Qualitätssiegel im Handwerk und er sei die Grundlage, um eines Tages einen eigenen Betrieb zu gründen oder zu übernehmen. „Für Letzteres stehen die Chancen sehr gut, denn knapp 40 Prozent unserer Betriebsinhaber sind derzeit über 50 Jahre alt – entsprechend viele Betriebsnachfolgen stehen in den nächsten Jahren an.“ Und das Handwerk hat Zukunft: „Strom aus Wind- und Sonnenernergie, umweltfreundliche Elektromobile oder intelligente Häuser wären ohne das Handwerk nicht denkbar.“

Von Gerhard Sternitzke

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