Mit Bildern gegen das Grau

Mauergestaltung in Klötze steht vor einem neuen Hindernis

+
Bei Regen sieht die graue Mauer an der Gardelegener Straße noch trister aus: Bei der Gestaltung mit Bildern sind neue Hindernisse aufgetaucht, da die Bilder nicht an der Wand festgemacht werden dürfen.

Klötze – Sie ist noch ein eher trostloser Blickfang für alle, die aus Richtung Schwiesau nach Klötze einfahren. Die Gestaltung der „grauen Mauer“ an der Gardelegener Straße zieht sich hin.

Das sorgte auch bei den Einwohnern und Ideengebern für die Gestaltung in der Vergangenheit immer wieder für Kritik.

Zwar hat sich inzwischen eine Arbeitsgruppe getroffen, um die Motive für die Gestaltung auszuwählen. Doch es gibt neue Hindernisse, die beseitigt werden müssen, bevor die Mauer gestaltet werden kann. Denn von dem Vorhaben, Bilder direkt an der Mauer anzubringen, mussten sich die Ideengeber vom Freundeskreis Altmärkische Schweiz um Vorsitzenden Hartmut Nix wieder verabschieden. Dann würde der Fördermittelanspruch für die Mauer verloren gehen, informierten Bürgermeister Uwe Bartels und Hauptamtsleiter Matthias Reps im Rahmen eines Pressegesprächs. Zudem würde dann auch keine Gewährleistung für das Bauwerk mehr bestehen, teilten sie weiter mit. Denn es wird befürchtet, dass der Beton, wenn Löcher hineingebohrt würden, aufplatzen könnte.

Die Betonmauer wurde im Zuge des Förderprogramms Stadtsanierung gebaut, als das dahinterliegende Gebäude, die frühere Gaststätte Glückselig, abgerissen wurde. Durch ihre Form soll die Betonwand an das Gebäude erinnern, hatte der Sanierungsträger Saleg den Stadträten bei der Vorstellung des Projektes vermittelt. Der Abriss des Gebäudes erfolgte 2015, bis 2017 dauerte es, bis die Betonteile aufgestellt wurden. Von Anfang an war die „graue Mauer“ bei den Einwohnern und einigen Stadt- und Ortschaftsräten umstritten. Auch dass es mit der Gestaltung so lange dauert, stößt einigen sauer auf. Deshalb wurde im jüngsten Klötzer Ortschaftsrat noch einmal Druck gemacht. Ein Arbeitskreis, zu dem unter anderem die Fraktionsvorsitzenden des Stadtrates gehörten, wählte nun die Motive aus, die gezeigt werden sollen. Die Bilder sollen jeweils einen mal zwei Meter groß sein. Sie werden an ein Eisengestell angeschraubt und dann an die Mauer gehängt, teilten der Bürgermeister und sein Hauptamtsleiter mit.

VON MONIKA SCHMIDT UND CHRISTIAN REUTER

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare